• 06.06.2003, 09:19:31
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Eisenbahner-Gewerkschaftskongress nach Pfingsten

Eisenbahner beraten über gewerkschaftliche Strategie bis 2012

Wien (GdE/ÖGB). Am Dienstag nach Pfingsten (10. Juni) wird der 17.
Gewerkschaftstag der Eisenbahnergewerkschaft im Wiener Gasometer
eröffnet. Der GdE-Kongress mit der gleichzeitig stattfindenden
Personalvertreterkonferenz, der bis 13. Juni dauert, wird Strategien
bis 2012 beraten und findet angesichts des für Mittwoch geplanten
Parlamentsbeschlusses der Pensionskürzungsreform in einem höchst
aktuellen Umfeld statt.++++

Bei der Eröffnungsveranstaltung am Dienstag (10. Juni 2003) um 10
Uhr im Gasometer (Bank-Austria-Halle, 1030 Wien) werden ÖGB-Präsident
Fritz Verzetnitsch, BAK-Präsident Herbert Tumpel,
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos, die Generalsekretärin der
Europäischen Transportarbeiter Föderation (ETF), Doro Zinke, sowie
ÖBB-GD Rüdiger vorm Walde sprechen. Der Verlauf des
Gewerkschaftstages wird sicherlich von zwei Negativ-Ereignissen der
schwarz-blauen Bundesregierung geprägt sein: Zum einen von der
Pensionskürzungsreform, die am Mittwoch (11. Juni) vom Nationalrat
beschlossen werden soll, zum anderen von der beabsichtigten
Zerschlagung und Privatisierung der ÖBB. Der Gesetzes-entwurf soll
bekanntlich Ende Juni in Begutachtung gehen. GdE-Vorsitzender Wilhelm
Haberzettl: "Die EisenbahnerInnen werden es nicht kampflos hinnehmen,
dass das österreichische Pensionssystem durch die schwarz-blaue
Regierung zwecks Geldbeschaffung zur Budgetsanierung und zur
Finanzierung der Abfangjäger zerstört wird. Wir werden aber auch dem
Ausverkauf des einheitlichen Unternehmens ÖBB nicht tatenlos
zusehen."

Ein Großteil der viertägigen Veranstaltung ist einem Workshop
gewidmet, der sich unter dem Titel "Fahrplan 2012 - Strategien für
unsere Zukunft" mit der künftigen gesellschaftlichen und politischen
Entwicklung der Gewerkschaft, aber auch der Verkehrspolitik
auseinandersetzen wird. Dabei gehe es, so Haberzettl, insbesondere um
die Frage, wie die Eisenbahnergewerkschaft auf die Globalisierung des
internationalen Verkehrswesens, aber auch die Veränderungen in den
Verkehrs- und Eisenbahnunternehmen Europas reagiere. Haberzettl: "Der
internationale Trend zur Gründung von Verkehrsgewerkschaften wird
auch vor Österreich nicht halt machen. Die GdE wird ihre künftige
organisatorische Struktur, aber auch ihre inhaltliche wie politische
Strategie in dieser Hinsicht neu ausrichten müssen."

Die neugewählte Führung der Eisenbahnergewerkschaft wird am
Freitag (13. Juni) in einem Pressegespräch die Ergebnisse des
Gewerkschaftstages und des Strategie-Workshops präsentieren.

Die VertreterInnen der Medien sind zum Gewerkschaftstag und zu
diesem Pressegespräch herzlich eingeladen.

ÖGB, 6. Juni 2003
Nr. 485

OTS0035    2003-06-06/09:19

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