- 04.06.2003, 14:38:44
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Kuntzl appelliert an Schüssel: Herr Bundeskanzler, bitte denken Sie noch einmal nach!
Wien (SK) "Ich möchte Sie eindringlich bitten, Herr
Bundeskanzler, denken Sie über diese Pensionsreform noch einmal
nach", bestürzt appellierte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am
Mittwoch im Nationalrat an Kanzler Schüssel. Kuntzl hat sehr oft den
Eindruck, dass Schüssel tatsächlich nicht darüber bescheid wisse, wie
die soziale Realität vieler österreichischer Frauen aussehe. Die
Hälfte der österreichischen Pensionistinnen befinde sich heute schon
am Rande der Armutsgrenze. Um das zu unterstreichen, überreichte
Kuntzl dem Kanzler ein Paket mit Briefen, voll von Sorgen betroffener
Frauen. ****
Kuntzl las zwei dieser Briefe vor. Im ersten, schilderte eine
dreißigjährige Frau, die arbeitslos ist und zwei Kinder hat, dass sie
nicht das Geld habe für private Pensionsvorsorge oder private
Bildungseinrichtungen. Diese Frau fragt Schüssel: "Wissen Sie, mit
wie viel Geld ein normaler Mensch auskommen muss?" und stellt fest:
"Sie können uns nicht aushungern!" Die zweite Frau ist seit ihrem
vierzehnten Lebensjahr beschäftigt, sie wird nächstes Jahr nach 46
Arbeitsjahren in Pension gehen und verdient heute € 1100. Ihr drohe
jetzt eine Pensionskürzung von 15 Prozent. Ihr Kommentar: "Ich möchte
zukünftig nicht von der Fürsorge abhängig sein!" (Schluss) re
OTS0224 2003-06-04/14:38
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