Kuntzl appelliert an Schüssel: Herr Bundeskanzler, bitte denken Sie noch einmal nach!

Wien (SK) "Ich möchte Sie eindringlich bitten, Herr Bundeskanzler, denken Sie über diese Pensionsreform noch einmal nach", bestürzt appellierte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Mittwoch im Nationalrat an Kanzler Schüssel. Kuntzl hat sehr oft den Eindruck, dass Schüssel tatsächlich nicht darüber bescheid wisse, wie die soziale Realität vieler österreichischer Frauen aussehe. Die Hälfte der österreichischen Pensionistinnen befinde sich heute schon am Rande der Armutsgrenze. Um das zu unterstreichen, überreichte Kuntzl dem Kanzler ein Paket mit Briefen, voll von Sorgen betroffener Frauen. ****

Kuntzl las zwei dieser Briefe vor. Im ersten, schilderte eine dreißigjährige Frau, die arbeitslos ist und zwei Kinder hat, dass sie nicht das Geld habe für private Pensionsvorsorge oder private Bildungseinrichtungen. Diese Frau fragt Schüssel: "Wissen Sie, mit wie viel Geld ein normaler Mensch auskommen muss?" und stellt fest:
"Sie können uns nicht aushungern!" Die zweite Frau ist seit ihrem vierzehnten Lebensjahr beschäftigt, sie wird nächstes Jahr nach 46 Arbeitsjahren in Pension gehen und verdient heute € 1100. Ihr drohe jetzt eine Pensionskürzung von 15 Prozent. Ihr Kommentar: "Ich möchte zukünftig nicht von der Fürsorge abhängig sein!" (Schluss) re

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