• 03.06.2003, 13:10:52
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Bures: Arbeitslosen-Anstieg geht auf Konto der Regierung

Wien (SK) Den unverminderten Anstieg bei der Arbeitslosigkeit
führt SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures auf "ein totales
Versagen der Regierung" in der Arbeitsmarkt- und Konjunkturpolitik
zurück. Sie bekräftigte ihre Kritik an der Untätigkeit der Regierung:
"Die Bundesregierung steht dieser Entwicklung teilnahmslos und
ignorant gegenüber", so Bures. Der besonders starke Anstieg der
Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen "geht ganz eindeutig auf das
Konto der Regierung", sagte Bures. Sie erinnerte daran, dass
Arbeitsminister Bartenstein wiederholt versprochen hat, dass jeder
Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommt. "Die Wahrheit ist, dass
die Jugendarbeitslosigkeit in den vergangenen drei Jahren um 44,4
Prozent gestiegen ist", so Bures am Dienstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****

Bei den 15- bis 25-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit in den
letzten drei Jahren von 24.082 auf 34.773. Bures: "Die Versprechen
des Arbeitsministers waren nur leere Worthülsen. Zehntausende junge
Menschen werden ihrer Zukunftschancen beraubt." In diesem
Zusammenhang wies Bures auch darauf hin, dass die jungen Menschen von
den Pensionskürzungen der Regierung massiv betroffen sein werden. Von
der versprochenen Deckelung der Verluste werde nichts übrigbleiben,
sagte Bures. Junge Menschen müssten so mit Verlusten von 40 Prozent
und mehr rechnen.

Auch bei den älteren "treibt die Regierung die
Arbeitslosigkeit künstlich in die Höhe", kritisierte Bures. Sie
verwies auch hier auf den enormen Anstieg der Arbeitslosigkeit in den
letzten drei Jahren, bei über 60-jährigen Männern um 223 Prozent (von
Mai 2000 bis Mai 2003) und bei über 55-jährigen Frauen um 93 Prozent.
Bures sieht hier den direkten Zusammenhang mit der letzten Anhebung
des Frühpensionsalters, die ohne wirksame Begleitmaßnahmen für den
Arbeitsmarkt beschlossen wurde. "Diesen Fehler will die Regierung
jetzt wiederholen", kritisierte Bures.

Für mehr Arbeitsmarktchancen für Ältere müssten Maßnahmen
ergriffen werden, damit die Menschen länger gesund arbeiten können,
forderte Bures. Der Regierung wirft sie auf diesem Gebiet "völlige
Ignoranz" vor. Die Rechtfertigung von Arbeitsminister Bartenstein -
er hatte die Abschaffung der Frühpension als Maßnahme zur Erhöhung
der Erwerbsquote älterer Menschen interpretiert - sieht Bures als
"unglaublichen Zynismus" angesichts "einer Regierung, die die
Menschen in die Arbeitslosigkeit treibt". (Schluss) wf

OTS0152    2003-06-03/13:10

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