Jugendliche sind massive VerliererInnen dieses Pensionsraubes

Keine Deckelung für alle unter 35jährigen von Bundesregierung vorgesehen

(Wien/GPA) "Alle unter 35jährigen sind weiterhin mit Pensionskürzungen von über 40 Prozent bedroht", stellt Christian Jammerbund, Vorsitzender der GPA Jugend am Vorabend des größten Streiks der Zweiten Republik klar.++++

"Die GPA Jugend wird eine Zweiteilung der Pensionsreform für ältere und junge Menschen auf keinen Fall akzeptieren", erläutert der GPA Jugendvorsitzende. "Denn, während die Deckelung mit höchstens 12% Verlust für ältere ArbeitnehmerInnen als vermeindlicher Verhandlungserfolg gefeiert wird, drohen den heute unter 35jährigen massive Pensionsverluste von durchschnittlich 20 bis 30% durch die Einführung eines beitragsdefinierten Pensionskontos. Berechnungen des IHS weisen sogar Kürzungen von bis zu 42 Prozent bei Männern und 48 Prozent bei Frauen aus."

Bisher gibt es von Seiten der Regierung keinerlei Zusage einer Deckelung für das Pensionskontomodell. "Eine Deckelung bei diesem Raubzug würde aus Sicht dieser Bundesregierung ja auch wenig Sinn machen" so Jammerbund. "Wir glauben weiterhin an das Ziel der Regierung, den Menschen ein Maximum an Geld aus der Tasche zu ziehen und dabei das staatliche Pensionssystem so unattraktiv wie nur irgendwie möglich zu machen."

Die GPA Jugend verweist dabei auf die großzügigen staatlichen Prämien bei privaten Pensionsversicherungen. "Es hat ja beinahe den Anschein, als würde diese Bundesregierung einen durch Steuergelder finanzierten Werbefeldzug für private Versicherungsunternehmen planen und auch durchführen", so der GPA-Jugend Vorsitzende weiter.

"Sollte die Regierung nicht bereit sein, in diesem Punkt die Karten auf den Tisch zu legen, und die Ängste und Sorgen der jungen Menschen ernst zu nehmen, wird dies mit Sicherheit nicht der letzte Streiktag gewesen sein", endet Jammerbund kämpferisch mit dem Aufruf an alle ArbeitnehmerInnen sich am morgigen Streik zu beteiligen.

ÖGB, 2. Juni 2003
Nr. 464

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