- 02.06.2003, 09:52:39
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HAUNSCHMID: Streik: "HGPD-Kaske will nur Macht demonstrieren"
"Der Ruf des Gastgeberlandes Österreich durch Streik gefährdet?"
Wien, 2003-06-02 (fpd) - "Der Gewerkschaft des Hotel- und
Gastgewerbes (HGPD) scheint es nicht bewußt zu sein, daß nicht nur
Arbeitnehmer und Unternehmer, sondern vor allem die Gäste, die die
Dienstleistungen unserer Wirtshäuser und Hotels in Anspruch nehmen,
die Arbeitsplätze sichern. Durch ihre Streikankündigung wird dies
aber in Frage gestellt", meinte heute FPÖ-Tourismussprecherin BR
Ulrike Haunschmid. ****
"Dem von der Regierung angestrebten Mindestlohn von 1000 Euro haben
die österreichischen Tourismusunternehmer schon mit 1.1.2003
zugestimmt und damit gezeigt, wie wichtig für sie der Mitarbeiter
ist. Was will jetzt diese Gewerkschaft unter dem Vorsitzenden Kaske
mit der Aufforderung zum Streik am kommenden Dienstag erreichen?",
fragte Haunschmid.
Diese Vorgangsweise stehe kraß im Widerspruch früherer Aussagen
Kaskes, junge Menschen für die Tourismusberufe zu begeistern, wenn er
jetzt die Mitarbeiter auffordert, ihre Arbeit niederzulegen und damit
bewußt dieser Branche Schaden zufügen könne.
Es stelle sich auch die Frage, ob die Verantwortlichen der
Gewerkschaft nur dann die Dienstleistungen dieser Branche in Anspruch
nehmen, wenn sie kostenlos eingeladen seien. Mit ihrer Aufforderung
zum Streik, der natürlich die Schließung der Betriebe zur Folge habe,
bestätigten sie nicht nur diese Annahme, sondern ließen auch wissen,
daß ihnen jedes Mittel recht ist, um ihre Macht zu demonstrieren. "Es
ist ihnen egal, daß der Gast, der die österreichische
Gastfreundschaft in Anspruch nehmen will, eben durch diese Machtgier
die Gastlichkeit nicht genießen kann. Sie vergessen aber auch, daß
der Zusammenhalt, das Miteinander zwischen Arbeitnehmer und
Arbeitgeber, in keinen anderen Unternehmen nötiger ist. Diese
negativen Programme machen uns allen daher schwer zu schaffen",
meinte Haunschmid.
"Als parlamentarische Tourismussprecherin sowie als Vorsitzende des
Wirtschaftsausschusses des Bundesrates, aber vor allem als Wirtin
bedanke ich mich, auch im Namen meiner Wirtekollegen, bei jenen
Mitarbeitern, die dieser unsinnigen Aufforderungen der Gewerkschaft
nicht Folge leisten. Diese lassen sich nicht zur Marionette machen,
die auf den kleinsten Fingerzeig, aus Angst, die anderen könnten
eine schlechte Meinung von ihnen haben oder ihnen in ihrer weiteren
Laufbahn schaden, mit Gehorsam reagieren", so Haunschmid.
"Ich bitte auch alle anderen Mitarbeiter, daß sie sich über ihre
Bedeutung und ihrer wichtige Rolle in einem der arbeitsintensivsten,
aber wunderschönen Beruf bewußt sind. Sie sind zusammen mit unseren
Wirten die besten Botschafter Österreichs. Ich bitte, daß unsere
Gäste, die so wichtig für unser Heimatland sind, am Dienstag nicht
verschlossene Wirtshaus- und Hoteltüren vorfinden und wir sie nicht
enttäuschen", schloß Haunschmid. (Schluß)
Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat
OTS0048 2003-06-02/09:52
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