HAUNSCHMID: Streik: "HGPD-Kaske will nur Macht demonstrieren"

"Der Ruf des Gastgeberlandes Österreich durch Streik gefährdet?"

Wien, 2003-06-02 (fpd) - "Der Gewerkschaft des Hotel- und Gastgewerbes (HGPD) scheint es nicht bewußt zu sein, daß nicht nur Arbeitnehmer und Unternehmer, sondern vor allem die Gäste, die die Dienstleistungen unserer Wirtshäuser und Hotels in Anspruch nehmen, die Arbeitsplätze sichern. Durch ihre Streikankündigung wird dies aber in Frage gestellt", meinte heute FPÖ-Tourismussprecherin BR Ulrike Haunschmid. ****

"Dem von der Regierung angestrebten Mindestlohn von 1000 Euro haben die österreichischen Tourismusunternehmer schon mit 1.1.2003 zugestimmt und damit gezeigt, wie wichtig für sie der Mitarbeiter ist. Was will jetzt diese Gewerkschaft unter dem Vorsitzenden Kaske mit der Aufforderung zum Streik am kommenden Dienstag erreichen?", fragte Haunschmid.

Diese Vorgangsweise stehe kraß im Widerspruch früherer Aussagen Kaskes, junge Menschen für die Tourismusberufe zu begeistern, wenn er jetzt die Mitarbeiter auffordert, ihre Arbeit niederzulegen und damit bewußt dieser Branche Schaden zufügen könne.

Es stelle sich auch die Frage, ob die Verantwortlichen der Gewerkschaft nur dann die Dienstleistungen dieser Branche in Anspruch nehmen, wenn sie kostenlos eingeladen seien. Mit ihrer Aufforderung zum Streik, der natürlich die Schließung der Betriebe zur Folge habe, bestätigten sie nicht nur diese Annahme, sondern ließen auch wissen, daß ihnen jedes Mittel recht ist, um ihre Macht zu demonstrieren. "Es ist ihnen egal, daß der Gast, der die österreichische Gastfreundschaft in Anspruch nehmen will, eben durch diese Machtgier die Gastlichkeit nicht genießen kann. Sie vergessen aber auch, daß der Zusammenhalt, das Miteinander zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, in keinen anderen Unternehmen nötiger ist. Diese negativen Programme machen uns allen daher schwer zu schaffen", meinte Haunschmid.

"Als parlamentarische Tourismussprecherin sowie als Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Bundesrates, aber vor allem als Wirtin bedanke ich mich, auch im Namen meiner Wirtekollegen, bei jenen Mitarbeitern, die dieser unsinnigen Aufforderungen der Gewerkschaft nicht Folge leisten. Diese lassen sich nicht zur Marionette machen, die auf den kleinsten Fingerzeig, aus Angst, die anderen könnten eine schlechte Meinung von ihnen haben oder ihnen in ihrer weiteren Laufbahn schaden, mit Gehorsam reagieren", so Haunschmid.
"Ich bitte auch alle anderen Mitarbeiter, daß sie sich über ihre Bedeutung und ihrer wichtige Rolle in einem der arbeitsintensivsten, aber wunderschönen Beruf bewußt sind. Sie sind zusammen mit unseren Wirten die besten Botschafter Österreichs. Ich bitte, daß unsere Gäste, die so wichtig für unser Heimatland sind, am Dienstag nicht verschlossene Wirtshaus- und Hoteltüren vorfinden und wir sie nicht enttäuschen", schloß Haunschmid. (Schluß)

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