Schicker: Verkehrstipps für Streik-Tag am 3. Juni

Bus- und Taxispuren wieder aufgehoben - Aufhebung der Kurzparkzonen keine Maßnahme zur Verkehrsentlastung

Wien (OTS) - Volles Verständnis für die geplanten Protestaktionen gegen die Pensions-Belastungs-Reform der Bundesregierung zeigte Freitag Wiens Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker, "auch wenn ich natürlich nur wenig Freude mit den aus den Streiks der Verkehrsunternehmen zu erwartenden Auswirkungen habe. Um die negativen Folgen für das Verkehrsgeschehen möglichst gering zu halten" so Schicker, "kann Folgendes empfohlen werden:

1. Die wirksamste Maßnahme wäre, dass der Bundeskanzler und die Bundesregierung diese Pensions-Verunsicherungs-Reform zurückziehen und gemeinsam eine gerechte, für alle Akteure akzeptable Lösung erarbeitet werde. 2. Da leider davon auszugehen ist, dass diese wirksamste aller Maßnahmen unterbleibt, werde es zweckmäßig sein, dass Unternehmens- und Dienststellenleitungen für den Dienstag Flexibilität zeigen und - so dies möglich ist - den Dienstbetrieb auf das unbedingt erforderliche Maß einschränken. 3. Für die Fahrt zum Arbeitsplatz macht es Sinn, sich rechtzeitig Alternativen zurecht zu legen. Schicker empfiehlt im Detail: o Ist der Weg unter Umständen mit dem Fahrrad bewältigbar? Routensuche im Internet auf http://service.wien.gv.at/wien-grafik/cgi-bin/wg?app=13&tmpl=wo o Eventuell kann der Arbeitsplatz auch zu Fuß erreicht werden o Wenn Ihnen ein Moped oder Motorrad zur Verfügung steht, sollten Sie das einspurige Fahrzeug benützen. o Besteht die Möglichkeit zur Bildung von Fahrgemeinschaften? http://www.fahrgemeinschaften.at/ ; http://www.arboe.or.at/mitfahrboerse/ o Dringend abgeraten wird von der Benützung des Autos, weil umfangreiche Staus unvermeidlich sind. Auch stehen nicht mehr Parkplätze in der Stadt zur Verfügung! Sollten Sie aber unbedingt mit dem Auto fahren müssen, erkundigen sie sich schon vorweg über Parkmöglichkeiten und fahren Sie jene Garagen an, in denen das Garagenleitsystem noch freie Plätze signalisiert. Sie helfen dadurch den Parkplatz-Suchverkehr zu reduzieren!"

Eine Aufhebung der Kurzparkzonen hält Schicker verkehrspolitisch nicht für sinnvoll. "Dadurch würde ein zusätzlicher Anreiz geschaffen, mit dem Auto in die Stadt zu fahren, und falsche Erwartungen geweckt. Es stehen aber nicht mehr Parkplätze zur Verfügung, der Parkraum ist nicht beliebig vermehrbar!". Eine Aufhebung von Kurzparkzonen sei lediglich dazu gedacht, bei winterlichem Schlechtwetter Autofahrern das längere Parken in Kurzparkzonen zu ermöglichen.

Bus- und Taxispuren sollen auch diesmal wieder für den PKW-Verkehr freigegeben werden, eigene Gleiskörper für die Straßenbahnen aus Sicherheitsgründen jedoch nicht. "Die eigenen Gleiskörper sind nicht immer durchgängig befahrbar, die Ampelschaltungen nicht darauf ausgelegt. Dadurch könnte es zu gefährlichen Situationen kommen, hier ist die Verkehrssicherheit wichtiger", unterstrich Schicker.

Weitere Verkehrstipps:

Alle jene Wege, die nicht unbedingt notwendig sind -Einkaufsfahrten, Besuche, sonstige Erledigungen - sollte man besser am Dienstag Vormittag nicht machen.

Für die Anreise zum Flughafen sollten Sie längere Fahrzeiten einrechnen.

An alle die mit dem Auto fahren müssen ist zu appellieren, Einsatzfahrzeugen das Vorbeikommen jedenfalls zu ermöglichen - es kann Leben retten!

Informationen über das aktuelle Verkehrsgeschehen über den Verkehrsfunk der Radiosender bzw. bei der Polizei einholen. Rechtliche Verkehrsauskünfte erteilt das Verkehrsinfo-Telefon der MA 46: 811 14 / 92 700.

Auch wenn Staus an diesen Vormittag unvermeidlich sein werden, zeigt sich Verkehrsstadtrat Schicker davon überzeugt, dass die Situation ebenso wie beim letzten Mal in der Stadt mit dem guten Willen aller und der nötigen Disziplin zu bewältigen sein wird.

"Selbst werde ich - wenn nicht katastrophales Wetter herrscht -wie auch am vergangenen Streik-Tag mit dem Rad fahren" schloss Schicker.

Allgemeine Informationen:

o Individualverkehr: http://www.wien.gv.at/index/indi_ver.htm

(Schluss) gb

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Gaby Berauschek
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