- 30.05.2003, 11:05:09
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Private Krankenanstalten fordern gleiches Entgelt für gleiche Leistung
Wien (OTS) - Im Rahmen der Pressekonferenz des
Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) zur Präsentation
des ersten Jahresberichts wurde Bilanz über die bisherige Tätigkeit
gezogen. Mit der Etablierung des PRIKRAF wurde 2002 die Finanzierung
für private Krankenanstalten auf die leistungsorientierte
Krankenanstaltenfinanzierung (LKF) so wie im öffentlichen Bereich
umgestellt.
Julian Hadschieff, Obmann des Fachverbandes der
Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich, begrüßte
grundsätzlich die Schaffung des PRIKRAF, da mit der Umstellung auf
LKF durch die idente Dokumentation erstmals ein objektiver
Leistungsvergleich mit öffentlichen Spitälern ermöglicht ist. Dabei
zeigt sich deutlich, dass die privaten Krankenanstalten im Vergleich
ausgezeichnet abschneiden. Über 110.000 PatientInnen wurden 2002 in
PRIKRAF-Krankenanstalten versorgt, was bester Beweis für die hohe
Leistungsfähigkeit und ausgezeichnete Qualität der
Privatkrankenanstalten sowie deren Bedeutung für die
Gesundheitsversorgung in Österreich ist.
Trotzdem ist jedoch die finanzielle Benachteiligung der privaten
Krankenanstalten geblieben. So erhält ein Privatspital für eine
Blinddarmoperation rd. Euro 640,- aus dem PRIKRAF, während z.B. in
Salzburg ein Landesspital rd. Euro 1.610,- aus dem Landesfonds
bekommt. Die privaten Krankenanstalten fordern daher gleiches Entgelt
für gleiche Leistung.
Erste wichtige Schritte dafür wären die versprochene Rückvergütung
der Umsatzsteuer im PRIKRAF (Nettostellung) im Ausmaß von rund Euro
5,5 Mio. sowie die überfällige Valorisierung der Fondsmittel von 2002
auf 2003 entsprechend den bereits durchgeführten Erhöhungen in den
öffentlichen Landesfonds, fordert Hadschieff.
OTS0084 2003-05-30/11:05
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