- 28.05.2003, 20:22:02
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Landau: Kritik an "Pflegegeld-Politik"
Es geht nicht um Gnadenakte
Wien (OTS) - "Es geht um Rechte für pflegebedürftige Menschen und
Menschen mit Behinderungen, nicht um Mitleid", kritisiert der Wiener
Caritasdirektor Michael Landau die vom Sozialministerium gestern
bestätigte Umschichtung von Budgetmitteln in den
"Unterstützungsfonds".
"Damit wird es zum Gnadenakt, ob es eine Unterstützung für
Pflegebedürftige und ihre Angehörigen gibt, das ist unwürdig und in
keinem Fall der schwierigen Situation entsprechend, mit der immer
mehr Menschen in Österreich im Fall von Alter, Krankheit und
Behinderung konfrontiert sind," so Landau. "So wichtig - und
möglicherweise auch gut gemeint - dieser Versuch einer Regelung sein
mag, das reicht nicht aus und es ist der falsche Ansatz, weil ein
Gnadenakt und keine Rechtssicherheit geboten wird."
Demgegenüber wäre die immer wieder geforderte Valorisierung des
Pflegegeldes ein längst fälliger Schritt, macht Landau deutlich.
Außerdem müsse einmal mehr daran erinnert werden, dass die tägliche
Erfahrung der Caritas zeige, dass eine Reihe von Personengruppen -
wie Demenzkranke und pflegebedürftige Kinder - derzeit schlechter
eingestuft sind, als dies der Pflegebedarf erfordern würde, betonte
der Wiener Caritasdirektor. "Das Pflegegeld muss weiterentwickelt
werden. Und das muss über eine lineare Anpassung aller Pflegestufen
hinausgehen", so Landau.
Rückfragehinweis:
Peter Wesely, Pressesprecher der Caritas der Erzdiözese Wien, 0664/1838140, [email protected],
OTS0238 2003-05-28/20:22
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