- 28.05.2003, 14:05:49
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Haupt zu Pflegegeld-Einmalzahlung: Mittel nicht "gestrichen", sondern umgeschichtet
Wien (VK/BMSG/OTS) - Verwundert über die Aufregung über die
angebliche "Streichung" der geplanten Einmalzahlung für
Pflegegeldbezieherinnen und -bezieher zeigte sich heute Vizekanzler
und Sozialminister Mag. Herbert Haupt: "Die Behindertenverbände,
aber vor allem auch die Länder, sind der geplanten Einmalzahlung
ablehnend gegenüber gestanden. Wir haben uns daher mit den
Betroffenen zusammengesetzt und um neue Vorschläge bemüht. Statt der
Einmalzahlung wird das dafür vorgesehene Geld nun in Übereinstimmung
mit den Behindertenvertretern/innen in den Unterstützungsfonds
fließen, um so eine spürbare Entlastung für die Pflegenden zu
ermöglichen. Die Mittel sind also weder gestrichen oder anderwärtig
in Verwendung, sondern nunmehr genau dort, wo die Betroffenen selbst
am meisten davon profitieren können." ****
Es sei höchst bedauerlich, so der Vizekanzler, wenn in Zeiten,
wo allerorts Konsens- und Gesprächsbereitschaft gefordert werde,
hier mit falschen Argumenten verunsichert werde. Offensichtlich sei
diese Vorgehensweise, nämlich, sich mit den Betroffenen an einen
Tisch zu setzen und gemeinsam Lösungen zu beraten, ungewohntes
Terrain für die Vertreterinnen und Vertreter der Opposition. "Mir
ist die Meinung der behinderten Menschen jedenfalls wichtiger als
polit-taktisches Geplänkel. Die Mittel sind im Unterstützungsfonds
gut aufgehoben. Nur, wer die tagtäglichen Anstrengungen der Pflege
auch wirklich kennt, weiß, wie wichtig es ist, sich von dieser
Tätigkeit auch einmal erholen zu können", so Haupt, der abschließend
darauf hinwies, dass diese Erholung für viele pflegende Angehörige
dadurch überhaupt zum ersten Mal stattfinden könne. (Schluss) bxf
OTS0179 2003-05-28/14:05
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