• 28.05.2003, 13:11:08
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Morak zu Engagement für Gironcoli in Herberstein: Glückliches Ende einer Odyssee - Signal für verstärkte Zuwendung zu den Bundesländern

LH Klasnic: Stärkung und Internationalisierung der Kulturregion Steiermark

Wien (OTS) - "Die Beteiligung des Bundes für das Gironcoli-Museum
in Herberstein ist nicht nur das glückliche Ende einer Odyssee,
sondern auch ein Signal für das verstärkte Engagement des Bundes für
zeitgenössische Kunst in den Bundesländern", so Kunststaatssekretär
Franz Morak, heute, Mittwoch, anlässlich der Präsentation des
Projekts gemeinsam mit Landeshauptmann Waltraud Klasnic, Andrea
Herberstein, Bruno Gironcoli und Architekt Hermann Eisenköck in Wien.

"Auf Grund des Engagements von Frau LH Klasnic und Frau
Herberstein hat sich dankeswerter Weise ein ‚window of opportunity'
geöffnet, das einem der renommiertesten österreichischen Bildhauer
und Künstler gewidmet ist. Daher war es für den Bund klar, in dieses
Projekt einzusteigen, das ein Paradebeispiel für ein Public Private
Partnership darstellt", so Morak. Endlich biete sich nun die
Möglichkeit, "tatsächlich in die Präsentation des skulpturalen
Gesamtwerkes nachhaltig zu investieren und dazu beizutragen, dass
Gironcoli in Österreich auch jenen Stellenwert bekommt, der ihm
längst gebührt", so Morak.

Seit 1998 hatte der Bund die provisorische Lagerung der Werke
finanziert. Die Realisierung des Projekts erfolgt nun durch eine
Drittelfinanzierung durch Bund, Land Steiermark und der Familie
Herberstein mit je 1 Mio Euro. Der einmalige Beitrag des Bundes von 1
Mio Euro wird in zwei Tranchen im Laufe der kommenden zwei Jahre
getätigt.

Frau Landeshauptmann Klasnic betonte die Bedeutung dieses Projekts
für die "Kulturregion Steiermark", die sie nun, nach der
Positionierung des Landes als "Zukunftsregion" in Angriff nehmen
wolle. Es gehe darum, "kleine Netzwerke in den Regionen zu schaffen",
wie beispielsweise bereits in Admont oder der Skulpturenpark bei
Graz. Das Gironcoli-Museum sei nun ein weiteres solches Netzwerk.
"Als das Projekt an mich herangetragen wurde, war es daher für mich
eine Selbstverständlichkeit, dass die Steiermark diese Chance
ergreifen muss", so Klasnic die auch das verstärkte Engagement des
Bundes in den Bundesländern begrüßte.

Andrea Herberstein, Initiatorin der neuen Bleibe der Skulpturen
Gironcolis, begründete Ihr Interesse und ihr Bemühen damit, dass sie
der vor zwei Jahren begonnenen Programmschiene ARTHERBERSTEIN mit
wechselnden Ausstellungen - derzeit von Kiki Kogelnik - "einen
weiteren Höhepunkt" hinzufügen möchte. Schloss Herberstein sei
bereits jetzt mit 200.000 Besuchern ein Tourismusmagnet. Darüber
hinaus seien die Werke Gironcolis derzeit zu wenig in der
Öffentlichkeit präsentiert. So sollen zwischen 20 und 30 Skulpturen
als Dauerleihgabe von Seiten Gironcolis für zunächst 10 Jahre mit
beiderseitiger Option auf Verlängerung zur Verfügung stehen. Außerdem
konnten bereits mehrere Sponsoren wie zum Beispiel das
Versicherungsunternehmen Generali, die Meinl Bank und die
Speditionsfirma Temmel, gewonnen werden,

Architekt Eisenköck, verantwortlich für den Umbau der
Räumlichkeiten im Schlosspark, erläuterte den Zeitplan des Neubaus
und Umbaus des unter Denkmalschutz stehenden Tennengebäudes, die
diesen Sommer beginnen werden. Die Fertigstellung des Baues erfolgt
in zwei Phasen, die Gesamtfertigstellung ist für Herbst 2004 geplant.
Eine Besichtigung der Skulpturen werde ebenfalls für Herbst 2004 in
Aussicht genommen. Weiters soll ein Skulpturenpark von 850 m²
errichtet werden, sodass insgesamt über 2000 m² zur Verfügung stehen
werden.

Bruno Gironcoli bedankte sich abschließend bei den beteiligten
Projektträgern für ihre Bemühungen, Ausstellungsräume zur Verfügung
zu stellen. Gironcoli betonte, dass das Museum in Herberstein
unabhängig von den Plänen einer Präsentation weiterer Werke durch den
Unternehmer Hans Peter Haselsteiner in Wien realisiert werde.
Priorität habe allerdings die Übersieldung der derzeit in Wien
gelagerten Werke in die Steiermark.

OTS0159    2003-05-28/13:11

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SKM

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