• 27.05.2003, 11:09:04
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Milliarden-Programm A400M verbessert Gegengeschäfts-Möglichkeiten für österreichische Unternehmen

Bonn/München (OTS) - Die europäische Rüstungsagentur OCCAR hat
heute in Bonn den Beschaffungsvertrag für 180
Großraum-Transportflugzeuge des Typs A400M mit dem Hersteller Airbus
unterzeichnet, teilte die EADS als Airbus-Mehrheitsgesellschafter
mit. Allein die deutsche Bundeswehr wird 60 Maschinen im Wert von
8,53 Milliarden Euro ankaufen. "Mit dieser Entscheidung werden nicht
nur rund 10.000 Arbeitsplätze beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS
gesichert, sondern auch das Beschäftigungspotenzial bei zahlreichen
Zulieferern in Österreich erhöht", betonte der für Europa zuständige
Marketingchef Dr. Klaus-Dieter Bergner. "Dieser Auftrag für die EADS
als den größten Technologie-Konzern Europas wird uns in die Lage
versetzen, österreichische Unternehmen und Institutionen in den so
wichtigen Bereich der Forschung und Entwicklung tatkräftig einbinden
und fördern zu können." Am A400M-Programm sind neben Deutschland als
dem größten Abnehmer dieses Flugzeugtyps Frankreich (50 Maschinen),
Großbritannien (25 Einheiten), Belgien, Luxemburg, Spanien und die
Türkei beteiligt.

Die EADS wird im Zusammenhang mit der Anschaffung des Eurofighters
Typhoon für das österreichische Bundesheer mit der österreichischen
Wirtschaft Gegengeschäfte in Höhe von vier Milliarden Euro
vereinbaren. Das große Auftragspotential des europäischen
Industriekonzerns EADS sichert dabei die seriöse Abwicklung der
notwendigen Aufträge, um diese Vereinbarungen zu erfüllen. Dabei wird
es sich zum überwiegenden Teil um Aufträge im zivilen Bereich
handeln. Österreichische Unternehmen haben daher große Möglichkeiten,
nicht nur Produktionsaufträge zu erhalten, sondern auch die Chance
sich durch Teilnahme an diesen hoch-technologischen Programmen
nachhaltige Innovationen durchzuführen. Diese einmaligen
Möglichkeiten bieten der österreichischen Wirtschaft nachhaltige
positive Entwicklungen. Einige Kooperationen konnten bereits
vereinbart werden.

Erst jüngst wurde eine Zusammenarbeit zwischen der
Daimler-Benz-Tochter MTU und der Technischen Universität Graz im
technologisch-wissenschaftlichen Bereich vereinbart. MTU Aero Engines
ist an der Fertigung der Antriebsaggregate des Abfangjägers Typhoon
beteiligt. Die technologische Zusammenarbeit zwischen Deutschlands
führendem Triebwerkshersteller und der TU Graz umfasst mehrere
Felder: So stellt die MTU der Hochschule kostenlos Teile einer
Brennkammer zur Verfügung, die sie für Forschung und Entwicklung
nutzen kann. Die TU Graz werde unter anderem in
Hochtechnologie-Untersuchungen an hochbelasteten transsonischen
Turbinen einbezogen. Auch sollen Doktoranden gefördert und
Gastvorlesungen von MTU-Mitarbeitern gehalten werden, um die
Hochschule weiter in Hightech-Themen einzubinden.

OTS0089    2003-05-27/11:09

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