Milliarden-Programm A400M verbessert Gegengeschäfts-Möglichkeiten für österreichische Unternehmen

Bonn/München (OTS) - Die europäische Rüstungsagentur OCCAR hat heute in Bonn den Beschaffungsvertrag für 180 Großraum-Transportflugzeuge des Typs A400M mit dem Hersteller Airbus unterzeichnet, teilte die EADS als Airbus-Mehrheitsgesellschafter mit. Allein die deutsche Bundeswehr wird 60 Maschinen im Wert von 8,53 Milliarden Euro ankaufen. "Mit dieser Entscheidung werden nicht nur rund 10.000 Arbeitsplätze beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS gesichert, sondern auch das Beschäftigungspotenzial bei zahlreichen Zulieferern in Österreich erhöht", betonte der für Europa zuständige Marketingchef Dr. Klaus-Dieter Bergner. "Dieser Auftrag für die EADS als den größten Technologie-Konzern Europas wird uns in die Lage versetzen, österreichische Unternehmen und Institutionen in den so wichtigen Bereich der Forschung und Entwicklung tatkräftig einbinden und fördern zu können." Am A400M-Programm sind neben Deutschland als dem größten Abnehmer dieses Flugzeugtyps Frankreich (50 Maschinen), Großbritannien (25 Einheiten), Belgien, Luxemburg, Spanien und die Türkei beteiligt.

Die EADS wird im Zusammenhang mit der Anschaffung des Eurofighters Typhoon für das österreichische Bundesheer mit der österreichischen Wirtschaft Gegengeschäfte in Höhe von vier Milliarden Euro vereinbaren. Das große Auftragspotential des europäischen Industriekonzerns EADS sichert dabei die seriöse Abwicklung der notwendigen Aufträge, um diese Vereinbarungen zu erfüllen. Dabei wird es sich zum überwiegenden Teil um Aufträge im zivilen Bereich handeln. Österreichische Unternehmen haben daher große Möglichkeiten, nicht nur Produktionsaufträge zu erhalten, sondern auch die Chance sich durch Teilnahme an diesen hoch-technologischen Programmen nachhaltige Innovationen durchzuführen. Diese einmaligen Möglichkeiten bieten der österreichischen Wirtschaft nachhaltige positive Entwicklungen. Einige Kooperationen konnten bereits vereinbart werden.

Erst jüngst wurde eine Zusammenarbeit zwischen der Daimler-Benz-Tochter MTU und der Technischen Universität Graz im technologisch-wissenschaftlichen Bereich vereinbart. MTU Aero Engines ist an der Fertigung der Antriebsaggregate des Abfangjägers Typhoon beteiligt. Die technologische Zusammenarbeit zwischen Deutschlands führendem Triebwerkshersteller und der TU Graz umfasst mehrere Felder: So stellt die MTU der Hochschule kostenlos Teile einer Brennkammer zur Verfügung, die sie für Forschung und Entwicklung nutzen kann. Die TU Graz werde unter anderem in Hochtechnologie-Untersuchungen an hochbelasteten transsonischen Turbinen einbezogen. Auch sollen Doktoranden gefördert und Gastvorlesungen von MTU-Mitarbeitern gehalten werden, um die Hochschule weiter in Hightech-Themen einzubinden.

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