- 23.05.2003, 13:48:23
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hogast Power-Tag mit Preisguru Erich-Norbert Detroy: Qualität, das beste Blatt im Preispoker
Die hogast, Einkaufsgenossenschaft für Hotellerie und Gastronomie, rief zum 4. Power-Tag, der erstmals im ArabellaSheraton Jagdhof Fuschl durchgeführt wurde.
Wien (OTS) - "Wer reich ist, bückt sich nicht. Das Wertvolle, das
Göttliche, ist immer oben." Begründung von Erich-Norbert Detroy am
hogast-Powertag, warum bei Speisekarten die höheren Preise besser
oben stehen sollten.
Dem ganztägig im Stakkato referierenden Erich-Norbert Detroy
gelang dabei, bei den meisten der 230 Zuhörer manches "Preisrätsel"
zu lösen. Zahlreiche Betriebe, vor allem im städtischen Bereich, sind
gehörig unter Preisdruck geraten. Geht es nach dem Fachbuchautor aus
dem Schwabenland, wären Preisreduktionen trotzdem meist vermeidbar.
Gerade die Gastbetriebe starten aus einer vergleichsweise
"abgesicherten" Position. Eine Umfrage in Deutschland zur
Preisdominanz zeigt, dass nur bei einem Drittel der Befragten der
Preis in der Hotelwahl eine entscheidende Bedeutung hat. Damit liegt
Reisen eher am Ende dieser von "Tanken" angeführten Liste.
Wer mit seinem Angebot Schnäppchenjäger anzieht, steht künftig vor
mehreren Problemen: Die Billigkäufer sind mit ihrem Preisvorteil
keineswegs glücklich, sondern sorgen zusätzlich für hohe
Reklamationsquoten. "Preisnachlässe wecken nur Misstrauen," ist
Detroy ebenso überzeugt, wie vom Spruch: "Einmal billig, immer
billig." Die Ursachen für den Drang, möglichst den Preis zu drücken
sind vielfältig: Weil Kunden mit Rabattforderungen immer wieder
Erfolg haben, Feilschen als Sport betrachten, wirklich im Budget
eingeschränkt sind oder bei austauschbaren Produkten der Preis das
einzige Entscheidungsmerkmal darstellt.
Gerade hier sieht Detroy in der Hotellerie viele Möglichkeiten,
Mehrleistung zu forcieren. Werden in Preisverhandlungen statt
Nachlässen Zusatzleistungen geboten, sind alle Gewinner: Der Gast
wird das Erlebnis eines zusätzlichen Galadinners in positiver
Erinnerung behalten und für das nächste Mal keinen Rabattsatz
gespeichert haben. Für Detroy ist der Kundeneinspruch "zu teuer"
seltener Ausdruck für Budgetprobleme, als für psychologische
Barrieren, wie Neid oder Misstrauen gegenüber dem Anbieter. Wer über
ein einzigartiges Verkaufsargument (USP) verfügt und seine hohe
Qualität dem Gast mit Stil näher bringt, wird gemäß Detroy nie
Probleme haben, einen fairen Preis durchzusetzen.
Der Veranstalter hogast schien bei diesem Event nur bei
oberflächlicher Betrachtung in einem "Gewissenskonflikt" zu geraten.
Schließlich liegt die Rolle einer Einkaufsgenossenschaft darin, ihren
Mitgliedern möglichst günstige Einkaufspreise anzubieten. Für
hogast-Vorstand Dr. Renate Schönlieb steht aber das Qualitätsdenken
im Vordergrund. Entscheidend sei die Relation zwischen Kosten und
Qualität. "Natürlich ist unsere Aufgabe, Logistikvorteile, die
Lieferanten durch unsere regionalen Einkaufsgruppen erzielen, unseren
Mitgliedern in Form von günstigeren Preisen nutzbar zu machen."
hogast geht es aber nicht um Billigstpreise, sondern darum, optimale
Bedingungen für Hotellerie und Gastronomie zu schaffen. Die
Einkaufsgenossenschaft sieht sich weder als Käufer noch als
Verkäufer, sondern als ein Bindeglied zwischen Lieferanten und
Gastgewerbe, das für beide Seiten die Möglichkeiten optimiert.
Angesichts des gelungenen Powertags sollte nicht übersehen werden,
dass hogast das Hauptaugenmerk auf ihre Funktion als
Einkaufsgenossenschaft für Hotellerie und Gastronomie richtet. So
sorgten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr die über 1500 Mitglieder für
einen Jahresumsatz von rund 307,5 Millionen Euro. Doch die
hogast-Aktivitäten bleiben nicht auf den gemeinsamen Einkauf für
die Mitgliedsbetriebe in Österreich und Bayern beschränkt. Dem
Know-how der Tourismusbranche wird höchste Aufmerksamkeit zu Teil.
Das unterstreicht ein breites Seminarangebot, auf das die Mitglieder
über http://www.hogast.at zugreifen können ebenso, wie der vergangene
Powertag mit Erich-Norbert Detroy. Das Seminarprogramm wird mit dem
9. hogast-Symposium am 7./8. Oktober 2003 im Salzburg Congress einen
weiteren Höhepunkt erfahren.
OTS0196 2003-05-23/13:48
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