• 22.05.2003, 14:04:44
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Ferrero-Waldner eröffnet heute österreichisches Unfallspital in Rumänien

Baukosten durch private Spenden und Außenministerium aufgebracht

Wien (OTS) - "Ich bin stolz darauf, dass die neue Unfallklinik den
Namen Österreichs tragen wird," so Außenministerin Benita
Ferrero-Waldner heute bei der Eröffnung der "Casa Austria" im
rumänischen Temesvar.

Österreichische Mediziner hatten nach einem Hilfseinsatz in Temesvar
im Zuge der rumänischen Revolution im Jahr 1989 beschlossen, eine
Unfallabteilung nach westlichem Standard zu errichten. Die Arbeit der
Mediziner im desolaten Spital wurde vom österreichischen Fernsehen
übertragen und mit einem Spendenaufruf zum Bau eines modernen
Unfallkrankenhauses verbunden. In nur wenigen Wochen spendeten die
Österreicher über 580.000 Euro. Der Wiener Unfallchirurg Professor
Dr. Johannes Poigenfürst legte 1993 den Grundstein für die "Casa
Austria".

"Die Initiative für die "Casa Austria", ihr Fortschritt und ihre
Vollendung ist engstens mit der Person von Johannes Poigenfürst
verbunden", so die Außenministerin. "Es war Professor Poigenfürst,
der dieses Projekt auch während schwieriger Phasen, unermüdlich
weiterverfolgte. Er war es auch, der dieses Projekt an das
Außenministerium herantrug, das auf mein Betreiben hin mit über 2
Mio. Euro zu einem der großen Förderer dieses Spitalbaus wurde. Das
Außenministerium und das Team von Professor Poigenfürst erstellten in
der Folge auch einen Organisationsplan, der vor allem mit der Hilfe
von CARITAS Österreich und der CARITAS der Diözese Temesvar die
Fertigstellung der Klinik ermöglichte.

Neben den 60 Betten wurden vier Intensivbetten für Patienten mit
schwersten Verbrennungen, eine Abteilung für Polytrauma, für
Verbrennungen mit plastischer Chirurgie und für
Wiederherstellungschirurgie der Extremitäten errichtet. Die
Gesamtkosten der "Casa Austria" belaufen sich laut dem
Projektmanagement unter der Leitung der Caritas auf 4,4 Millionen
Euro.

"Die "Casa Austria" ist ein sichtbares Zeichen der Solidarität und
der Freundschaft zwischen Österreich und Rumänien und ich möchte mich
bei allen bedanken, die sich für dieses Projekt mit großem Idealismus
eingesetzt haben. Österreich möchte auch ein enger Partner Rumäniens
auf seinem Weg zurück in die Europäische Familie sein. Wir haben
gemeinsame Interessen sowohl in Europa als auch in Zentral -und
Südosteuropa und im Donau-Becken. Es ist daher auch kein Zufall, dass
die Donauraumkooperation auf einer Österreichisch-Rumänischen
Initiative gründet," so Ferrero-Waldner.

Die Außenministerin hob auch den langen Weg, den Rumänien seit der
Revolution 1989 gegangen ist, hervor: "das heutige Rumänien ist ein
demokratisches Rumänien mit sich bessernden Wirtschaftsbedingungen
und ein Kandidat für den EU-Beitritt, den es - und da bin ich
zuversichtlich - im Jahre 2007 verwirklichen wird."

OTS0199    2003-05-22/14:04

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