• 22.05.2003, 12:42:35
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Landtagspräsident Hatzl ist neuer Volkshilfe-Vorsitzender

Hatzl: "Fühle mich für jene verantwortlich, die meine Hilfe benötigen!"

Wien (OTS) - Der 1. Präsident des Wiener Landtages, Johann Hatzl,
hat bei der am Mittwoch stattgefundenen Hauptversammlung der
Volkshilfe Wien, den Vorsitz von seiner Vorgängerin, der ehemaligen
Volksanwältin Franziska Fast, übernommen. Im Rahmen einer
Medienkonferenz am Donnerstag im Wiener Rathaus hat er sowohl zu
seiner Bestellung zum Vorsitzenden der Volkshilfe Wien als auch zu
der Organisation selbst und deren Aufgaben Stellung genommen. In
seinen Ausführungen betonte er, die Volkshilfe Wien sei besonders
stabil, was sich in drei Eckpfeilern nachvollziehen lasse. So würde
das Geld in Form von Spenden zweckgebunden verwendet werden und nicht
in die Verwaltung fließen. Zum zweiten arbeite die Verwaltung mit
einem sehr geringen Aufwand von nur 16 Mitarbeitern, wobei der Rest
der rund 1000 Beschäftigten der Volkshilfe - vom
Wohnungsreinigungspersonal angefangen bis zu Sozialarbeitern und
Krankenschwestern - im Betreuungs- und Kundendienst eingesetzt sei,
ergänzte Hatzl. Und schließlich arbeite die Volkshilfe effizient,
verlässlich und sparsam, was zum einen auf Kundenzufriedenheit
schließen lässt und zum zweiten Wirtschaftsprüfer unlängst erst
öffentlich festgestellt hätten, sagte der neue Vorsitzende.

Die Volkshilfe Wien wurde 1947 gegründet und hat die
Hauptaufgabe im Auftrag öffentlicher Stellen Hilfe und
Dienstleistungen zu erbringen, besonders zur Betreuung von älteren,
kranken, behinderten und milieugeschädigten Menschen, sowie
außerschulische Jugendbetreuung in Heimen und Wohngemeinschaften
sowie in Not Geratenen rasch Hilfe zu gewähren, wo es der
öffentlichen Wohlfahrtspflege möglich ist.

Volkshilfe sorgt sich um ausreichend Solidarität als
Eckpfeiler der Gesellschaft

In einem Antrag an die Bundesregierung fordert die Volkshilfe
Wien, soziales Verständnis und Hilfe müssten verpflichtend bleiben.
Die Volkshilfe formuliert in dem Antrag ferner, der zunehmenden
Entsolidarisierung entgegentreten zu wollen. Der Landtagspräsident
und Volkshilfe-Vorsitzende will gemeinsam mit den Geschäftsführern,
Walter Kiss und Dr. Herbert P. Kornfeld, neben Spendern und
Auftraggebern, vor allem mehr Mitglieder gewinnen. Der Jahresbeitrag
von 15 Euro sei nicht sehr hoch, betonte er, mit den Geldern werde
die Sozialhilfe mitfinanziert, er hoffe dass sich die Mitgliederzahl
von derzeit etwa 15.000 noch erhöhe. Für die laufende
Legislaturperiode, die 4 Jahre dauern wird, hat der ehrenamtlich
fungierende Hatzl noch drei weitere prominente Politiker für die
Volkshilfe gewinnen können: den Bezirksvorsteher des 20. Wiener
Gemeindebezirks, Karl Lacina, und die beiden Landtagsabgeordneten und
GR Dr. Claudia Laschan und Kurt Wagner.

Schließlich kündigte Hatzl an, die Volkshilfe werde künftig
Menschen für besondere Verdienste im Sozialbereich auszeichnen, und
zwar mit der "Franziska Fast-Ehrenmedaille". Als erste Anwärterin
nannte er die 11 Jahre lang den Vorsitz der Volkshilfe innehabende
ehemalige Volksanwältin Franziska Fast, nach der die Ehrenmedaille
bezeichnet wird. Sie werde, sagte Hatzl bei der Medienkonferenz,
diese Auszeichnung, die nur sehr selten vergeben werden wird, im
kommenden Herbst im feierlichen Rahmen erhalten, schloss er.
(Schluss) hl

OTS0156    2003-05-22/12:42

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