- 22.05.2003, 10:14:29
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Rauch-Kallat bei eHealth 2003: Informationstechnologien verändern Gesundheitsversorgung
eHealth Award wird erstmals verliehen - österreichisches Online-Qualitätsmanagement-Projekt ist unter den bestgereihten Projekten
Wien (OTS) - Über die Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung und
Effizienzsteigerung durch eGovernment im Gesundheitssystem diskutiert
heute, Donnerstag, Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat mit den
EU-Gesundheitsministern im Rahmen der von der Europäischen Kommission
und der Griechischen Ratspräsidentschaft veranstalteten
eHealth-Konferenz 2003 "The Contribution of ICT to Health" in
Brüssel. "Der österreichische Schwerpunkt ist die Entwicklung eines
Informationsmanagements im Gesundheitsbereich, das hohe
Sicherheitsstandards bei der Datenübertragung und den Schutz
individueller Gesundheitsdaten gewährleistet. Die österreichischen
Gesundheitseinrichtungen weisen innerhalb der jeweiligen
Institutionen einen auch im internationalen Vergleich sehr guten
Ausstattungsstandard auf", betonte Rauch-Kallat. Anlässlich der
Konferenz wird erstmals der eHealth Award verliehen. Unter den
bestgereihten Projekten ist auch ein österreichisches, das Online-
Qualitätsmanagement-Projekt www.healthgate.at, das von der Uni-Klinik
Graz in Zusammenarbeit mit der TU Graz entwickelt wurde.
" Die Nutzung moderner Informationstechnologien in den Einrichtungen
des Gesundheitswesens ist inzwischen vielfach schon gelebte Praxis."
Das Spektrum reiche von Anwendungen in der Verwaltung, der Vernetzung
medizinisch-technischer Einrichtungen, dem elektronischen
Patientenakt, bis hin zu individueller Information und Beratung via
Internet und zu spektakulären Operationen, bei denen Patient und
Chirurg tausende Kilometer voneinander entfernt und nur durch
Hochtechnologie miteinander verbunden sind. "Die Förderung des
Einsatzes moderner Kommunikationstechnologien, mit dem Ziel, Europa
bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten
Wirtschaftsraum der Welt zu machen, ist eine der Prioritäten der EU,
die u. a. in Programmen wie eEurope ihren Niederschlag finden", sagte
die Gesundheitsministerin.
Verbesserungsmöglichkeiten gebe es in Österreich noch beim
Datenaustausch zwischen den Institutionen bzw. beim Datenfluss an den
Schnittstellen zwischen den Behandlungseinrichtungen, z. B., von der
fachärztlichen Betreuung in eine Krankenanstalt, von einer
Krankenanstalt in eine andere, in eine Rehabilitations- oder
Pflegeeinrichtung, oder nach einem stationären Aufenthalt zur
Nachbetreuung durch extramurale oder ambulante Einrichtungen.
Diskussionsschwerpunkte werden auch die Etablierung einer
gesetzlichen Grundlage, das "Bundesgesetz betreffend
Übertragungssicherheit beim elektronischen Austausch von
Gesundheitsdaten und Einrichtung eines Informationsmanagements
(Gesundheitstelematikgesetz)" und die Festlegung bundesweit
einheitlicher Sicherheitsstandards für den elektronischen
Gesundheitsdatenaustausch sein.
OTS0060 2003-05-22/10:14
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