Grundstein für neues Haus der Barmherzigkeit

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, legten Kardinal Erzbischof Dr. Christoph Schönborn, Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder, Gesundheitsstadträtin Dr. Elisabeth Pitterman-Höcker und Ottakrings Bezirksvorsteherin Ernestine Graßberger den Grundstein für das neue Haus der Barmherzigkeit. Bereits in zwei Jahren werden dreihundert hochbetagte, chronisch kranke Patienten in Ottakring betreut werden. Die Errichtungskosten betragen 54,8 Mio. Euro. Mehr als die Hälfte muss die private, gemeinnützige Pflegeeinrichtung aus Spenden und Eigenmitteln aufbringen.

Neue Maßstäbe in Langzeit-Betreuung

Das Wiener Haus der Barmherzigkeit errichtet in Ottakring ein modernes geriatrisches Pflegekrankenhaus für dreihundert Plätze. Bereits ab 2005 werden hochbetagte, chronisch kranke Patienten im hellen Neubau betreut. Der Ärztliche Direktor Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger freut sich über den offiziellen Neubau-Beginn:
"Mit dem neuen Haus der Barmherzigkeit setzen wir auch neue Maßstäbe in der Langzeit-Betreuung. Unsere gute Betreuung wird durch die künftige optimale Raumqualität ergänzt. Dadurch erhält jeder Patient mehr Platz und Privatsphäre, was wiederum zu einer besseren Lebensqualität beiträgt." In zwei Jahren werden die Patienten ausschließlich in Ein- und Zwei-Bettzimmern mit Veranden und eigenen Sanitärbereich wohnen. Insgesamt wird eine Fläche von 26.000m2 zur Verfügung stehen. Unter den zwölf Stationen sind eigene Einheiten für Multiple Sklerose-, Wachkoma- und Alzheimer-Patienten eingeplant. Ein Therapie-Garten, ein Internet-Café, begrünte Dachgärten und ein Betriebskindergarten runden das Angebot ab.
Der Standort in Wien-Währing bleibt mit zweihundert Betten bestehen.

Geburtsstätte der Geriatrie

Der Schwerpunkt der Langzeit-Betreuung liegt laut Gisinger weiterhin in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Bereits seit der Gründung im Jahre 1875 stand für die Patienten Pflege und ärztliche Versorgung zur Verfügung. Dieser Umstand machte das Haus der Barmherzigkeit zum Vorbild für ähnliche Pflegeeinrichtungen im In-und Ausland. Auch heute werden professionelle Pflege, ärztliche Betreuung rund um die Uhr sowie ein umfassender Therapie-Bereich mit Ergo-, Physio-, Psycho-, Hydro-, Musik-, Kunst- und Tiertherapie angeboten.

Stadt Wien unterstützt mit zinslosen Darlehen

Gisinger lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Wien, insbesondere mit Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder und der zuständigen Gesundheitsstadträtin Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker. Die Gemeinde bewilligte ein zinsloses Darlehen über 25 Mio. Euro auf 25 Jahre. Rieder betonte, dass sich die Zusammenarbeit nicht nur auf eine finanzielle beschränke. Vielmehr sei es in den letzten Jahren gelungen, ein gutes Miteinander von religiösen und weltlichen Sozialeinrichtungen in Wien zu ermöglichen.

Mehr als die Hälfte der Baukosten muss die private und gemeinnützige Pflegeeinrichtung aus Spenden und Eigenmitteln aufbringen. Die Errichtungskosten belaufen sich auf 54,8 Mio. Euro.

Kardinal Schönborn würdigt gelebte Barmherzigkeit

Kardinal Erzbischof Dr. Christoph Schönborn strich die Bedeutung des Pflegekrankenhaus in der heutigen Gesellschaft hervor: "Gottes Barmherzigkeit gilt allen Menschen, insbesondere den alten, behinderten oder an den Rand gedrängten Menschen. Auch jenen, die nicht den Vorstellungen einer Gesellschaft entsprechen, die an sich positive Werte wie Jugend, Gesundheit, Schönheit vergötzt hat." Das Haus der Barmherzigkeit sei überdies ein Haus, dass allen Menschen offen stehe - ungeachtet ihrer Konfession, Sprache oder Herkunft. Außerdem sei es ein schönes Zeichen, dass die Grundsteinlegung unmittelbar vor dem Auftakt der großen Wiener Stadtmission stattfinde, so der Kardinal.

Natur beeinflusste Planer

Für die Planung des Bauprojektes zeichnet das Wiener Architektenteam Resch, Kratschmann & Partner verantwortlich. Aufgrund der Erfahrungen im Bau von Pflegeeinrichtungen liegt ein Schwerpunkt in der optimalen Lebensqualität der Heimbewohner. So sollen zum Beispiel die Zimmer-Veranden die Jahreszeiten und die Natur erleben für die Patienten erlebbar machen. Architekt Prof. Mag. Manfred F. Resch: "Der Bewohner kann somit den Wechsel von Frühling, Sommer, Herbst und Winter beobachten."

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Haus der Barmherzigkeit
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