Waagner-Biro 2002: WB Holding verdoppelt Ergebnis

Wien (OTS) -

  • Umsatz um 22 % auf EUR 240,3 Mio. erhöht
  • EGT (vor Firmenwertabschreibungen) um 103 % auf EUR 13,0 Mio. gesteigert
  • Positive Entwicklung aller Bereiche
  • 2003: Weitere Aufwärtsentwicklung in Ergebnis und Umsatz

Die WB Holding kann auf ein erstklassiges Geschäftsjahr zurückblicken: Das weltweit tätige Maschinen- und Stahlbauunternehmen hat das EGT vor Firmenwert-abschreibungen (operatives Ergebnis) im Geschäftsjahr 2002 um 103 % auf EUR 13,0 Mio. gesteigert. "Mit innovativer Technik und österreichischer Ingenieurkunst haben wir unser Ziel, 2002 wieder einen über dem Branchendurchschnitt liegenden Gewinn zu erwirtschaften, erreicht", so Dipl.-Wirtsch.-Ing. Horst H. Kübel, Sprecher des Vorstandes der WB Holding. Auch der konsolidierte Umsatz erhöhte sich um 22 % auf EUR 240,3 Mio. Der ROS verbesserte sich auf 5,4 % (Vorjahr: 3,3 %), der ROE stieg von 42,4 % auf 57,5 %. Der Auftragseingang erhöhte sich ebenfalls um 16 % auf EUR 237,0 Mio. (Vorjahr: EUR 203,6 Mio.).

"Infolge der Thesaurierung des Gewinns kam es zu einer Stärkung des Eigenkapitals um 50 %", erklärt Mag. Helmut Wurzinger, Finanzvorstand der WB Holding. Die Eigenkapitalquote der Gruppe stieg dadurch von 8,7 % auf
12,9 %.

Zum 31.12.2002 beschäftigten die Unternehmen der
WB Holding Gruppe 1.435 Mitarbeiter und damit um 79 Personen mehr als Ende 2001. 761 waren in Österreich tätig und 674 im Ausland (Vorjahr:
751 in Österreich und 605 im Ausland).

Global Player

Die Waagner-Biro Gruppe umfasst fünf Geschäftsbereiche Brückenbau, Bühnentechnik, Stahl-Glas-Technik, Montage und Binder+Co (Aufbereitungs-, Umwelt- und Verpackungstechnik, Schiffsbau). Die Unternehmens-gruppe ist mit 22 Standorten auf drei Kontinenten international präsent.

Positive Entwicklung aller Beteiligungs-Unternehmen

Brückenbau erzielt Rekordergebnis

Die Waagner-Biro Brückenbau Gruppe steigerte ihren Umsatz um 26 % auf EUR 82,3 Mio. (Vorjahr: EUR 65,5 Mio.). Das EGT betrug EUR 6,5 Mio. und übertraf damit das Vorjahresergebnis (EUR 2,5 Mio.) um 160 %. Der Kernbereich Stahlbrückenbau war mit einem EGT von EUR 5,8 Mio. und einem ROS von 17 % überhaupt das profitabelste Geschäftsfeld der gesamten Gruppe. Der ROE erhöhte sich von 17,1 % auf 45,1 %. Der Auftragseingang zeigte ein Plus von 39 % auf EUR 78,0 Mio. (Vorjahr:
EUR 56,2 Mio.).

Einen wesentlichen Anteil an der Verbesserung des EGT hatte der Kernbereich Brückenbau, der einen größeren Auftrag für die Philippinen weitgehend fertig stellen konnte. Trotz wirtschaftlicher und politischer Instabilitäten im südostasiatischen Raum hat sich der Stahlbrückensektor auch 2002 mit einem ROS von 17 % als einer der ertragreichsten Geschäftsbereiche der WB Holding Gruppe erwiesen.

Erfolgreiche internationale Markteinführung der Paneelbrücke

Auch die schon 2001 gestartete Marktoffensive zeigte Wirkung: Nach etlichen Jahren konnten wieder Aufträge im Kernbereich Brückenbau aus Äthiopien, Belize, Ecuador, Kolumbien und Myanmar gewonnen werden. Nach Äthiopien wird erstmals in größerem Umfang eine neue Paneel-Brücken-Generation geliefert, deren Entwicklung im Berichtsjahr abgeschlossen wurde.

Bühnentechnik entwickelte sich erfreulich

Insgesamt zeigte die Waagner-Biro Stage Systems Gruppe - der Bereich Bühnentechnik - 2002 eine positive Entwicklung. Der Umsatz erhöhte sich um 23 % auf EUR 47,3 Mio. (Vorjahr: EUR 38,5 Mio.), der Auftragseingang um 96 % auf EUR 59,1 Mio. (Vorjahr: EUR 30,1 Mio.). Da die Aufträge jedoch primär im 2. Halbjahr eingingen, stieg das EGT nur leicht auf EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.). Der ROS dieses Bereichs liegt daher mit 5,9 % etwas unter dem Vorjahreswert von 6,8 %, der ROE lag bei 29,8 % (Vorjahr: 43,3 %). Gleichzeitig konnte jedoch das Eigenkapital um 57 % auf EUR 9,4 Mio. gesteigert werden (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.). Im Durchschnitt der letzten vier Jahre (6,6 %) liegt der ROS der Bühnentechnik innerhalb der angestrebten Bandbreite von 6 % bis 8 %.

Markteintritt in China

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten unter anderen folgende Projekte abgeschlossen bzw. begonnen werden:

  • Teatro Teresa Carreno in Caracas (Sanierung der Oberbühne und Lieferung geräuscharmer Prospekt-zugwinden)
  • Neubau der Filiale des Bolshoi-Theaters in Moskau (Lieferung und Montage der gesamten Ober- und Untermaschinerie von Punkt- und Prospektzugwinden sowie der Beleuchtungsgestelle)

- Salzburger Festspielhaus (Sanierung der Oberbühnenmaschinerie)

- Ausstattung von fünf Kreuzfahrtschiffen

- Neubau des Oriental Art Center in Shanghai bringt den Markteintritt in China (Jänner 2003)

Stahl-Glas-Technik mit Ergebnissprung

Die Waagner-Biro Stahl-Glas-Technik Gruppe konnte ihren Umsatz von EUR 16,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 45,0 Mio. nahezu verdreifachen und ihr EGT von EUR 0,3 Mio. auf EUR 2,5 Mio. um ein Vielfaches steigern. Der ROS betrug 5,6 % nach 1,9 % im Jahr 2001. Der ROE dieses Bereichs lag 2002 mit 56,8 % über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 11,1 %).

Projekte mit Star-Architekten

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Bereich Stahl-Glas-Technik mehrere nationale und internationale Projekte mit Stararchitekten - so etwa Lord Norman Foster oder dem amerikanischen Architekturbüro Skidmore, Owings & Merill - abschließen, beginnen bzw. akquirieren:

  • Greater London Assembly Building, London (Konstruktion und Bau der über sieben Stockwerke führenden Rampe inklusive Glasbrüstung)
  • Tower Place, London (Atriumüberdachung und Realisierung der Glaswände; erstmaliger Einsatz von "Glasnadeln" als tragende Elemente für die Horizontalabstützung der Wände)

- Albion Riverside, London (Dachkonstruktion einer Luxuswohnanlage)

- Asprey, London (Innenhofüberdachung des Gebäudes)

- Tanaka Business School, London (Glaswände im Eingangsbereich der Universität "Imperial College")

- Canary Wharf DS4, London (Atrium)

  • 10 Exchange Square-Hamilton House, London (Erdgeschossfassade eines Bürohauses mit gebogenen Glaswänden aus einem speziell hergestellten Schmelzglas)
  • Red Bull Hangar 7, Salzburg (zusätzliche Aufträge für innen liegende abgehängte Stahl-Glas-Rampen)
  • DomAquarée, Berlin (Stahltragkonstruktion und Verglasung mit sphärisch und zylindrisch gebogenen Gläsern)

- Oper Kopenhagen (Verglasung des 15 m hohen Foyerbereiches)

- Berliner Tor Center, Hamburg (Ausführung der vorgesetzten Fassade eines Bürokomplexes)

Montage: Erwartete Profitabilität übertroffen

Die Waagner-Biro Montage Gruppe steigerte ihren Umsatz 2002 um 10 % auf EUR 13,5 Mio. (Vorjahr: EUR 12,3 Mio.). Auch das EGT erhöhte sich von zuvor EUR 0,3 Mio. auf EUR 0,8 Mio. deutlich. Der ROS lag auf dieser Basis mit 5,9 % erstmals deutlich über dem Zielwert von 3 %. Der ROE liegt mit 61,5 % über dem Vorjahreswert (Vorjahr:
30 %). 43 % des Umsatzes und 60 % des EGT werden im arabischen Raum erwirtschaftet.

Über 60 % des Umsatzes mit externen Kunden

Waagner-Biro Montage errichtete 2002 für die Telekom Austria eine Richtfunkstrecke der Adria-Wien-Pipline und baute die Fly-Over-Brücke auf der Südosttangente in Wien auf. Darüber hinaus führt das Unternehmen laufend Wartungen der Staatsoper, der Volksoper und des Burgtheaters in Wien durch. Nach 30 % im Jahr 2001 entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr 36 % des Umsatzes der Montage Gruppe auf Geschäfte mit verbundenen Unternehmen, wobei primär Aufträge für die Waagner-Biro Brückenbau AG (Brücken für die Hochleistungstrasse der Bahnumfahrung St. Pölten) und die Waagner-Biro Stahl-Glas-Technik AG in Österreich und Großbritannien (Errichtung des Red Bull Hangars in Salzburg und Arbeiten an den Projekten Triton Square und Canary Wharf) abgewickelt wurden.

Projekte im arabischen Raum

Im arabischen Raum lag der Auftragseingang aufgrund der anhaltenden Verunsicherung nach den Ereignissen des
11. September 2001 deutlich unter dem Vorjahreswert. Dennoch erhielt die Waagner-Biro Montage AG den Auftrag für die Verbreiterung der Al Maktoum Brücke in Dubai. Des Weiteren wurden die Aktivitäten auf die Instandhaltung von Marineanlagen am Arabischen Golf ausgedehnt. Darüber hinaus konnte die Montage AG erstmals im Iran die Montageplanung und -überwachung für eine 260 m lange Stahlbogenbrücke akquirieren.

Binder+Co stellt die Nachhaltigkeit der positiven Entwicklung unter Beweis

Die Unternehmen der Binder+Co Gruppe entwickelten sich im Jahr 2002 unterschiedlich. Die Binder+Co AG in Gleisdorf kann auf ein schwieriges, aber im Wesentlichen zufrieden stellendes Geschäftsjahr verweisen. Gut entwickelten sich auch die beiden Linzer Unternehmen ÖSWAG Werft und ÖSWAG Maschinenbau. Die in den USA beheimatete PSI hingegen musste wegen des schwierigen amerikanischen Marktumfeldes Einbußen hinnehmen. Trotz eines Rückganges des konsolidierten Umsatzes um 7 % auf EUR 65,2 Mio. (Vorjahr: EUR 70,3 Mio.) konnte das EGT der Binder+Co Gruppe um 6 % auf EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) angehoben werden. Der ROS stieg von 2,4 % im Jahr 2001 auf 2,8 %, der ROE lag mit 25,7 % über dem Vorjahreswert (24,6 %). Der Jahresüberschuss beläuft sich jedoch infolge der außerordentlichen Aufwendungen für die Schließung der Eigenfertigung in den USA auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.).

Binder+Co AG: Erfolge mit Einzelmaschinengeschäft

Die angespannte Marktlage und der völlige Ausfall von Anlagenaufträgen im Bereich Aufbereitungstechnik bewirkte bei der Binder+Co AG in Gleisdorf zwar einen Umsatzrückgang, das Ergebnis konnte in etwa auf Vorjahresniveau gehalten und damit der ROS von 4,0 % auf 4,7 % gesteigert werden. Ausschlaggebend dafür war die Steigerung des Einzelmaschinenverkaufs in den Bereichen Sieb- und Trocknungstechnik.

Attraktive Projekte im Schiffsneubau

Die beiden Linzer Unternehmen ÖSWAG Werft und ÖSWAG Maschinenbau entwickelten sich sowohl vom Umsatz als auch vom Ergebnis her gut. Im Bereich der Werft war dies durch zahlreiche Schiffsreparaturen sowie attraktive Aufträge über den Neubau von Schiffen für die Salzach und den Thunersee möglich. Der Maschinenbau war mit der Lohnfertigung diverser Einzelkomponenten für Unternehmen in Oberösterreich und im angrenzenden bayerischen Raum gut ausgelastet.
Ausblick 2003

Trotz der konjunkturellen Unsicherheiten erwartet die WB Holding Gruppe auch für 2003 ein gutes Geschäftsjahr: Der Auftragsstand zum Ende des ersten Quartals sichert eine solide Basis für das Gesamtjahr. Alle Geschäftsbereiche werden sich weiterhin positiv entwickeln. Ziel ist es, sowohl den Umsatz als auch das EGT (vor Firmenwertabschreibungen) um über 10 % zu steigern. "Der erstklassige Ruf der Waagner-Biro Unternehmen und die hohe - teilweise sogar konkurrenzlose - Qualität unserer Produkte wird es uns ermöglichen, auch weiterhin im Umsatz und insbesondere im Ergebnis zu wachsen," ergänzt Horst H. Kübel. Ein Schwerpunkt liegt in der verstärkten Bearbeitung von Kernmärkten, um das Potenzial der Produkte und Leistungen voll auszuschöpfen.

Kennzahlen der WB Holding Gruppe 2001 2002 in Mio. EUR Ertragslage Umsatzerlöse 196,8 240,3 davon Inland, % 18,7 17,9 davon Ausland, % 81,3 82,1 EBITA 8,1 15,6 EGT1) 6,4 13,0 Jahresüberschuss, -fehlbetrag - 0,5 7,7 ROS EGT, % 3,3 5,4 ROE EGT, % 42,4 57,5 Vermögens- und Finanzlage Bilanzsumme 174,0 175,0 Anlagevermögen 79,3 72,1 Anlagendeckung2), % 35,2 49,8 Eigenkapital 15,1 22,6 Eigenkapitalquote, % 8,7 12,9 Investitionen 15,8 5,7 Abschreibungen 8,4 9,8 Cashflow aus dem Ergebnis 8,6 19,0 Cashflow aus dem operativen Bereich 13,0 2,8 Weitere Kennzahlen Mitarbeiter per 31.12. (Anzahl) 1.356 1.435 Umsatz/Mitarbeiter 0,15 0,17 Auftragseingang 203,6 237,0 Auftragsbestand 161,3 156,1 1) Vor Firmenwertabschreibungen 2) Eigenkapital + Sozialkapital/Anlagevermögen

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Horst Heinrich Kübel
Vorstandsvorsitzender der WB Holding AG
Stadlauer Straße 54, 1220 Wien
Tel. +43/1/288 44-115, Fax DW 7830
eweiszer@wbag.co.at

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