• 21.05.2003, 09:38:55
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Frais: Teuerungen beim Heizen und Autofahren vergrößern das Loch im Geldbörsel

OÖ: SP-Klubobmann zeigt die nächste Belastungswelle für die Konsumenten auf

Linz (OTS) - Im Sog von Pensionsreform und Abfangjägerkauf kommt
mit den Erhöhungen der wichtigsten Energiesteuern schon die nächste
Belastungswelle auf die Konsumenten zu. "Mit Wirkung ab 1.1.2004 will
die Regierung die Besteuerung von Mineralölen und Heizmaterialien
massiv erhöhen. Diese Belastungswelle trifft ins Herz des privaten
Konsums, wobei besonders mit der starken Anhebung der Dieselsteuern
von mindestens 2 Cent pro Liter die preisbewussten Autofahrer
getroffen werden. Die Abgaben auf Heizmaterialien sollen durchwegs
erhöht werden, womit ein starkes Ansteigen der Betriebskosten für
jeden Haushalt verbunden ist," informiert SP-Klubobmann Frais. "Diese
sogenannte ‚Ökologisierung‘ ist ein unsoziales Ausquetschen der
ausgelieferten Steuerzahler, für die es zum Heizen und Autofahren
keine Alternative gibt. Die lebensnotwendigen Kosten werden immer
weiter erhöht, so dass de facto bald gar kein Kosumspielraum mehr
gegeben ist."

"Der Bund verkauft den Steuerzahlern diese zusätzliche
Steuerbelastung nachträglich als Steuerreform, wobei sie letztlich
nichts anderes als ein Belastungspaket für den einzelnen Bürger
darstellt. Schon jetzt zeigt sich, dass für viele private Haushalte
aufgrund der hohen Kosten des normalen Lebensstandards immer schwerer
das Auslangen gefunden werden kann. Das ständige Ansteigen von
überschuldeten Haushalten ist ein klares Signal in diese Richtung,"
so Frais.

Folgende Belastungen kommen ab 2004 auf uns zu:

Schwefelarmer Benzin: + 1 Cent/Liter; Schwefelarmer Diesel + 2
Cent/Liter

Für nicht schwefelarmen Benzin und Diesel kommen noch zusätzlich 1,5
Cent/Liter dazu

Heizöl extra leicht: + 2,9 Cent/Liter; Heizöl leicht, mittel, schwer:
+ 2,4 Cent/Kilo

Neue Kohleabgabe: 5 Cent/Kilo; Ergas: + 2,24 Cent/Kubikmeter (plus 51
%!)

"Experten haben errechnet, dass allein die Erhöhung der Erdgasabgabe
bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße und einem geringen
Verbrauch von nur 1600 m_ 43 Euro pro Jahr zusätzlich kostet. Auch
die zusätzliche Mineralölsteuer beim nicht schwefelarmen Diesel
schlägt bei einem Tagespendler mit 30 km Distanz vom Arbeitsplatz -
15000 Kilometer reine Pendlerbewegung pro Jahr - mit rund 42 Euro zu
Buche. Wenn man noch die Belastungen im Pensions- und
Gesundheitssystem mitdenkt, ist klar, dass in Hinkunft dem einzelnen
weniger Geld zur Verfügung stehen und dadurch die Kaufkraft weiter
sinken wird," sieht Frais bedenkliche Zustände auf uns zukommen.

OTS0036    2003-05-21/09:38

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