LH Haider: Kelag klagt AHP auf neuerliche aktienrechtliche Sonderprüfung

Dividenden-Entfall werde so nicht zur Kenntnis genommen

Klagenfurt (LPD) - Der Streit um die Höhe der Dividendenzahlung
der Verbund-Tochter Austrian-Hydro-Power an die Kelag geht weiter, sagte heute (Dienstag) Landeshauptmann Jörg Haider beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung. Nachdem die Dividende nicht in der erwarteten Höhe ausgefallen ist, müsste das Land Kärnten gegenüber dem deutschen Kelag-Partner RWE eine Kompensationszahlung leisten. Nun werde die Kelag klagen, damit "eine echte Sonderprüfung der AHP-Bilanzen stattfindet", sagte Haider.

Die Kompensationsleistung liegt darin begründet, dass die RWE über einen Zeitraum von fünf Jahren einen Anteil von jener Dividende erhält, die die Kelag von der AHP bekommt. Als Fixwert wurde von einem betrag von 2,18 Millionen Euro jährlich ausgegangen.

Haider nimmt die Argumente der AHP für das Ausbleiben der erwarteten Dividende wie etwa das Hochwasser des Vorjahres nicht zur Kenntnis. Er ortet hinter der ganzen Angelegenheit "eine kreative Bilanzerstellung" als Retourkutsche dafür, dass bei der Kelag der deutsche Energiekonzern RWE und nicht der Verbund als Partner zum Zug gekommen sei.

Für Haider hinterfragungswürdig ist, dass nach der Kelag-Forderung auf aktienrechtliche Sonderprüfung die AHP plötzlich doch Gewinne und eine Dividende ausgewiesen habe. Alleine dadurch habe sich das Land bereits eine Million Euro erspart, so der Landeshauptmann, "da wir der RWE nun statt 2,18 Millionen nur mehr rund 400.000 Euro ersetzen müssen. Bei einer gerichtlichen Durchsetzung der AHP-Sonderprüfung sollte damit zu rechnen sein, "dass wir noch weiter herunter kommen", sagte Haider.

Die erste Prüfung sei laut Haider "nicht korrekt abgelaufen", da die AHP "einen ihr genehmen Prüfer" bestellt habe, "auf den sie Einfluss hatte." Nun werde die neuerliche Sonderprüfung von der Kelag eingeklagt, betonte der Landeshauptmann.
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