• 20.05.2003, 13:58:10
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Kärnten für "interregionales" Büro in Brüssel

Zusammen mit EU-Nachbarn und Kroatien - Bemühen um volle EU-Grenzlandförderung im Ausschuss der Regionen

Klagenfurt (LPD) - Kärnten will zusammen mit seinen
Nachbarländern Steiermark, Slowenien und Friaul eine gemeinsame
Anlaufstelle in EU-Angelegenheiten in Brüssel errichten. Auch
Kroatien werde eingeladen, mitzumachen, sagte heute Landeshauptmann
Jörg Haider im Anschluss an die Regierungssitzung. Es gebe bislang
schon viele positive Signale aus den betreffenden Ländern.

Es mache viel Sinn, wenn sich die Länder im Süden, darunter neue
bzw. potentielle EU-Mitglieder, zusammenschließen, um eine gemeinsame
Plattform für ihre Interessen und Nachbarschaftspolitik zu schaffen.
Kärnten hat derzeit ein Brüssel-Büro gemeinsam mit der
Hypo-Alpe-Adria Bank, wodurch Kosten halbiert und Synergien genutzt
würden, so Haider. Die Kooperation mit der Hypo solle auch weiterhin
bestehen bleiben. Kärnten errichte seitens der Hypo ausserdem
Exportbüros in Friaul, dem Veneto und in Bayern, ergänzte der
Landeshauptmann.

Weiters wolle sich Kärnten zusammen mit der Steiermark bemühen,
im EU-Ausschuss der Regionen eine Mehrheit dafür zu erreichen, um die
mit 2006 auslaufende Grenzlandförderung doch noch länger bzw. ohne
Abstriche aufrechtzuerhalten. Zum heute einstimmig beschlossenen
eigenen Kärntner Grenzlandförderprogramm erwartet sich der
Landeshauptmann einen gleich hohen Beitrag durch den Bund.

Auch Niederösterreich habe diese Bundesförderung und es müsse
gewährleistet sein, dass die Bundesländer gleich behandelt werden.
Die Grenzlandförderung hat das Ziel, den Nachteil Kärntens durch die
erhöhte Förderung des Grenzlandes im neuen EU-Mitgliedsland Slowenien
auszugleichen und dadurch Wettbewerbsfähigkeit herzustellen.

(Schluss)

OTS0182    2003-05-20/13:58

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