Kärnten für "interregionales" Büro in Brüssel

Zusammen mit EU-Nachbarn und Kroatien - Bemühen um volle EU-Grenzlandförderung im Ausschuss der Regionen

Klagenfurt (LPD) - Kärnten will zusammen mit seinen
Nachbarländern Steiermark, Slowenien und Friaul eine gemeinsame Anlaufstelle in EU-Angelegenheiten in Brüssel errichten. Auch Kroatien werde eingeladen, mitzumachen, sagte heute Landeshauptmann Jörg Haider im Anschluss an die Regierungssitzung. Es gebe bislang schon viele positive Signale aus den betreffenden Ländern.

Es mache viel Sinn, wenn sich die Länder im Süden, darunter neue bzw. potentielle EU-Mitglieder, zusammenschließen, um eine gemeinsame Plattform für ihre Interessen und Nachbarschaftspolitik zu schaffen. Kärnten hat derzeit ein Brüssel-Büro gemeinsam mit der Hypo-Alpe-Adria Bank, wodurch Kosten halbiert und Synergien genutzt würden, so Haider. Die Kooperation mit der Hypo solle auch weiterhin bestehen bleiben. Kärnten errichte seitens der Hypo ausserdem Exportbüros in Friaul, dem Veneto und in Bayern, ergänzte der Landeshauptmann.

Weiters wolle sich Kärnten zusammen mit der Steiermark bemühen, im EU-Ausschuss der Regionen eine Mehrheit dafür zu erreichen, um die mit 2006 auslaufende Grenzlandförderung doch noch länger bzw. ohne Abstriche aufrechtzuerhalten. Zum heute einstimmig beschlossenen eigenen Kärntner Grenzlandförderprogramm erwartet sich der Landeshauptmann einen gleich hohen Beitrag durch den Bund.

Auch Niederösterreich habe diese Bundesförderung und es müsse gewährleistet sein, dass die Bundesländer gleich behandelt werden. Die Grenzlandförderung hat das Ziel, den Nachteil Kärntens durch die erhöhte Förderung des Grenzlandes im neuen EU-Mitgliedsland Slowenien auszugleichen und dadurch Wettbewerbsfähigkeit herzustellen.

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