• 20.05.2003, 13:06:23
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Brosz: Protestmaßnahmen der LehrerInnen sind sehr wohl nachvollziehbar

Gehrer verweigert hartnäckig Auskunft über falsches Datenmaterial

Wien (OTS) "Bildungsministerin Gehrer braucht sich über die
Protestmaßnahmen der LehrerInnen nicht zu wundern. Keine Berufsgruppe
würde sich solche massiven Einschnitte gefallen lassen, wenn sie mit
völlig falschen Daten begründet werden," so der Bildungssprecher der
Grünen, Dieter Brosz.

Das österreichische Bildungsministerium hat der OECD eine
durchschnittliche Zahl von 1148 Jahresunterrichtsstunden bei 12- bis
14jährigen übermittelt. Nach den OECD-Kritierien errechnen sich aber
nur durchschnittliche 970 Unterrichtsstunden. Österreich liegt damit
nur geringfügig über dem OECD-Durchschnitt. "Ohne den Ausbau
individueller Fördermaßnahmen und die Bearbeitung der Lehrpläne ist
eine Stundenkürzung pädagogischer Unfug," kritisiert Brosz
"Gehrer verweigert seit Wochen jede Aufklärung über die Schlamperei
ihres Ministeriums. Sie verweigert eine Einsicht in die im
Begutachtungsverfahren ergangenen Stellungnahmen. Sie antwortet nicht
auf die Anfragen der mittlerweile bereits hellhörig gewordenen OECD.
Gehrer braucht sich über die berechtigten Protestmaßnahmen nicht zu
wundern," so Brosz weiter.
Die Grünen werden anlässlich der morgigen Beratungen im
Budgetausschuss schriftliche Fragen an Bildungsministerin Gehrer
einbringen, die diese innerhalb von 4 Tagen, also bis spätestens am
Tag des Streiks, beantworten muss. "Ich hoffe, dass Gehrer wenigstens
das Fragerecht der Abgeordneten respektiert und endlich Stellung
nimmt", so Brosz abschließend.

OTS0161    2003-05-20/13:06

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