Brosz: Protestmaßnahmen der LehrerInnen sind sehr wohl nachvollziehbar

Gehrer verweigert hartnäckig Auskunft über falsches Datenmaterial

Wien (OTS) "Bildungsministerin Gehrer braucht sich über die Protestmaßnahmen der LehrerInnen nicht zu wundern. Keine Berufsgruppe würde sich solche massiven Einschnitte gefallen lassen, wenn sie mit völlig falschen Daten begründet werden," so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

Das österreichische Bildungsministerium hat der OECD eine durchschnittliche Zahl von 1148 Jahresunterrichtsstunden bei 12- bis 14jährigen übermittelt. Nach den OECD-Kritierien errechnen sich aber nur durchschnittliche 970 Unterrichtsstunden. Österreich liegt damit nur geringfügig über dem OECD-Durchschnitt. "Ohne den Ausbau individueller Fördermaßnahmen und die Bearbeitung der Lehrpläne ist eine Stundenkürzung pädagogischer Unfug," kritisiert Brosz
"Gehrer verweigert seit Wochen jede Aufklärung über die Schlamperei ihres Ministeriums. Sie verweigert eine Einsicht in die im Begutachtungsverfahren ergangenen Stellungnahmen. Sie antwortet nicht auf die Anfragen der mittlerweile bereits hellhörig gewordenen OECD. Gehrer braucht sich über die berechtigten Protestmaßnahmen nicht zu wundern," so Brosz weiter.
Die Grünen werden anlässlich der morgigen Beratungen im Budgetausschuss schriftliche Fragen an Bildungsministerin Gehrer einbringen, die diese innerhalb von 4 Tagen, also bis spätestens am Tag des Streiks, beantworten muss. "Ich hoffe, dass Gehrer wenigstens das Fragerecht der Abgeordneten respektiert und endlich Stellung nimmt", so Brosz abschließend.

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