Wilhelminenspital: Cook & Chill-Küche geht in Betrieb

High-Tech-Speisetempel liefert täglich 2.700 Portionen

Wien (OTS) - "Die neue Cook & Chill-Küche im Wilhelminenspital garantiert zweifellos einen Qualitätssprung bei der Speisenversorgung für Patienten und Mitarbeiter", beschreibt Univ. Prof. Dr. Eugen Hauke, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), den wichtigsten Vorteil der High-Tech-Küche, die am Dienstag von Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker feierlich eröffnet worden ist.

Eine Küche so groß wie 21 Tennisplätze

In nur 18 Monaten Bauzeit wurde der hochmoderne Speisetempel, dessen Gesamtfläche von 4.165 Quadratmetern der Größe von 21 Tennisplätzen entspricht, auf dem Areal des Wilhelminenspitals errichtet.****

"Da die alte Küche nicht mehr aktuellen Standards entsprochen und außerdem einen hohen Energieaufwand verursacht hatte, war ein Neubau, der sich kostengünstiger als ein Umbau erwies, notwendig", erklärt Dipl. Ing. Josef Kastl, Direktor der KAV-Serviceeinrichtungen. Insgesamt 18 Millionen Euro habe man für die Errichtung der neuen Cook & Chill-Station, die künftig zusätzliche Betriebskosteneinsparungen gewährleistet, aufgewendet.

Cook & Chill-Verfahren garantiert hohe Speisenqualität

70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ab nun in dem 14 Meter hohen, dreigeschossigen Gebäude mit der Speisenzubereitung zuständig. Und diese erfolgt unabhängig von Essenszeiten, denn die Großkochstelle, in der ab Herbst auch für das Kaiserin-Elisabeth-Spital des KAV mitgekocht wird, arbeitet nach dem so genannten Cook & Chill-Verfahren. Dabei werden die gekochten Speisen in Schockkühlgeräten abgekühlt und können anschließend bis zu 72 Stunden aufbewahrt werden. Mit Hilfe eines technisch ausgeklügelten Speisenverteilsystems werden die Mahlzeiten in gekühltem Zustand nach den Wünschen der Patienten zusammengestellt und tablettiert, anschließend mittels neu entwickelter Transportwägen zu den Krankenstationen geliefert und vor Ort in vollautomatischen Induktionsregenerier-Stationen gewärmt. "Dieses Verfahren ermöglicht es, Mahlzeiten ohne Zeitdruck und in großen Mengen zuzubereiten, ohne, dass dabei die Qualität verloren geht", betont Hauke.

Pro Jahr werden 200 Tonnen Gemüse verarbeitet

Beachtlich ist die Anzahl der Portionen tatsächlich. Denn in dem neuen Speisetempel werden ab sofort täglich 2.700 Mahlzeiten für die Patienten und Mitarbeiter, denen nun auch ein neuen Personalrestaurant mit 220 Sitzplätzen zur Verfügung steht, zubereitet. Insgesamt werden acht bis neun Menüs sowie zahlreiche auf Spezialdiäten ausgerichtete Sondermenüs angeboten. "Für die Speisenproduktion werden pro Jahr unter anderem 44 Tonnen Fleisch, neun Tonnen Fisch und mehr als 200 Tonnen Gemüse nach besten ernährungswissenschaftlichen Grundlagen verarbeitet", berichtet Hauke

Ein brandneues EDV-Programm macht es den Patienten zudem möglich, ihre Mahlzeiten individuell zusammenzustellen. Kastl: "Das Programm bietet nicht nur unterschiedlichste Wahlmöglichkeiten aus dem reichhaltigen Menüangebot, sondern auch zusätzliche Komponentenwahlmöglichkeiten."

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