Vier für Wien fordern Freigabe der eigenständigen Gleiskörper für den qualifizierten Krankentransport

Wien (OTS) - Die "Vier für Wien" fordern anlässlich der zunehmenden Staus und Verkehrsbehinderungen der letzten Zeit die Freigabe des selbstständigen Gleiskörpers für den qualifizierten Krankentransport. Die Verkehrsbehinderungen anlässlich der Osterfeiertage und der Demonstrationen und Streiks der letzten Wochen haben gezeigt, dass eine zusätzliche Bevorrangung des qualifizierten Krankentransportes notwendig ist. Der Geschäftsführer des Samariterbundes, Mag. Stefan Brinskele, weiß, dass ein Großteil seiner Krankentransporter unnötig im Stau steckt: "Bis zu einem Drittel unserer hochwertig ausgerüsteten Fahrzeuge stecken ständig im Verkehr fest und verursachen dadurch nicht nur unangenehme Wartezeiten für den Patienten, sondern auch vermeidbare Kosten für die gesamte Volkswirtschaft."

Einsatzfahrzeuge dürfen in Wien die eigenständigen Gleiskörper nur benutzen, wenn sie mit Blaulicht unterwegs sind. Ist der Krankenwagen jedoch mit einem Patienten unterwegs, der zwar "nur" dringend, aber nicht mit Blaulicht transportiert werden muss, muss sich das Fahrzeug ganz normal im Stau anstellen.

Oftmals führt diese absurde Situation dazu, dass sich der Zustand des Patienten während des Stehens im Stau dramatisch verschlechtert und der Transport nun erst recht mit Blaulicht und Folgetonhorn durchgeführt werden muss, betont Adeline Bolldorf, die neue Bereichsleiterin des Malteser Hospitaldienst Austria in Wien.

Für den Geschäftsführer des Wiener Roten Kreuzes, Robert Horacek, gibt es aber noch ein weiteres Problem: "Oft steckt ein freier Krankenwagen derart im Stau, dass es schneller ist, ein Fahrzeug aus einem anderen Bezirk herbeizurufen. Gott sei Dank arbeiten wir so gut zusammen, dass in dringendsten Fällen der Einsatz von einer anderen Organisation übernommen wird, um den Patienten nicht unzumutbar lange warten zu lassen."

Alleine der volkswirtschaftlich Schaden, der entsteht, wenn bis zu 3 ausgebildete Rettungssanitäter pro Fahrzeug täglich im Stau stecken, würde die Freigabe der eigenständigen Gleiskörper für den qualifizierten Krankentransport rechtfertigen.

"Alle Fahrzeuglenker der "Vier für Wien" sind ohnedies in der Benutzung der Gleiskörper ausgebildet, da sie diese im Einsatz mit Blaulicht ja sowieso befahren dürfen. Auch die Signalanlagen der Wiener Linien stellen kein Problem dar. Jeder Fahrer hat in seiner Ausbildung die Signale der Straßenbahn- und Busampeln erlernt." fügt Dr. Robert Brandstetter von den Johannitern hinzu.

Gerade die Stadt Wien müsste ein besonderes Interesse an der Freigabe haben, da hierdurch nicht nur die Wartezeiten für Patienten verkürzt, sondern auch die Verfügbarkeit der Krankentransporter erhöht und der volkswirtschaftliche Schaden der Staus reduziert wird.

Die Vier für Wien sind die qualitätsorientierten gemeinnützigen Anbieter von Krankentransporten in Wien (Die Johanniter, Malteser Hospitaldienst Austria, Samariter Bund, Wiener Rotes Kreuz). Die Interessens- und Arbeitsgemeinschaft wurde im Juni 1998 gegründet, um gemeinsame Qualitätskriterien für den Krankentransport in Wien zu schaffen.

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Die Johanniter (im Auftrag der 4 für Wien)
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