• 19.05.2003, 13:57:20
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ORF-Zentralbetriebsrat Fiedler: "Kollektivvertrag schafft Arbeitsplätze im ORF"

Wien (OTS) - Zur Aussagen von Franz C. Bauer zur Situation von
Journalisten auf dem Arbeitsmarkt hält der Vorsitzende des
Zentralbetriebsrats im ORF, Heinz Fiedler, fest:

Einige Tageszeitungen haben eine Aussage von Franz C. Bauer, dem
Chef der Gewerkschaftssektion Journalisten abgedruckt, die schon am
16. Mai, als sie via APA ausgesendet wurde, absolut nicht den
Tatsachen entsprach. Es kann keine Rede davon sein, dass, wie Bauer
behauptet, "freie Mitarbeiter des ORF durch den neuen
Kollektivvertrag ihre Jobs verlieren". Ganz im Gegenteil: Der neue
Kollektivvertrag, der ab 2004 gelten wird, schafft weit mehr als 1000
zusätzliche Anstellungen für journalistisch und programmgestaltend
tätige Kolleginnen und Kollegen im ORF. In Einzelfällen tatsächlich
notwendige Personalreduktionen resultieren ausschließlich aus
konjunktur- und wettbewerbsbedingten Sparmassnahmen, denen sich auch
der ORF nicht entziehen kann und haben absolut nichts mit dem neuen
KV zu tun. Dieser ist und bleibt ein großer Wurf des
ORF-Zentralbetriebsrates und der Rundfunkgewerkschaft und wird die
Arbeitssituation in unserem Unternehmen entscheidend verbessern. Dass
er der notorisch wenig erfolgreichen Journalistenvertretung im
Verband der Drucker-Gewerkschaft ein Dorn im Auge sein muss, versteht
sich nur in der Neidgesellschaft von selbst. Diese Gewerkschafter
sehen seit Jahren dem Verlust von Arbeitsplätzen und der Aushöhlung
des Arbeitsrechtes bei den Printmedien einigermaßen hilflos zu. Das
Schlechtmachen des ORF-Kollektivvertrages wird dennoch nichts an
ihrer miserablen Performance ändern, deren Ergebnis Bauer selbst als
"katastrophal" bezeichnet. Und den bedauernswerten Kolleginnen und
Kollegen bei den Printmedien hilft diese Gewerkschaftsarbeit sowieso
nichts.

OTS0166    2003-05-19/13:57

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF

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