ORF-Zentralbetriebsrat Fiedler: "Kollektivvertrag schafft Arbeitsplätze im ORF"

Wien (OTS) - Zur Aussagen von Franz C. Bauer zur Situation von Journalisten auf dem Arbeitsmarkt hält der Vorsitzende des Zentralbetriebsrats im ORF, Heinz Fiedler, fest:

Einige Tageszeitungen haben eine Aussage von Franz C. Bauer, dem Chef der Gewerkschaftssektion Journalisten abgedruckt, die schon am 16. Mai, als sie via APA ausgesendet wurde, absolut nicht den Tatsachen entsprach. Es kann keine Rede davon sein, dass, wie Bauer behauptet, "freie Mitarbeiter des ORF durch den neuen Kollektivvertrag ihre Jobs verlieren". Ganz im Gegenteil: Der neue Kollektivvertrag, der ab 2004 gelten wird, schafft weit mehr als 1000 zusätzliche Anstellungen für journalistisch und programmgestaltend tätige Kolleginnen und Kollegen im ORF. In Einzelfällen tatsächlich notwendige Personalreduktionen resultieren ausschließlich aus konjunktur- und wettbewerbsbedingten Sparmassnahmen, denen sich auch der ORF nicht entziehen kann und haben absolut nichts mit dem neuen KV zu tun. Dieser ist und bleibt ein großer Wurf des ORF-Zentralbetriebsrates und der Rundfunkgewerkschaft und wird die Arbeitssituation in unserem Unternehmen entscheidend verbessern. Dass er der notorisch wenig erfolgreichen Journalistenvertretung im Verband der Drucker-Gewerkschaft ein Dorn im Auge sein muss, versteht sich nur in der Neidgesellschaft von selbst. Diese Gewerkschafter sehen seit Jahren dem Verlust von Arbeitsplätzen und der Aushöhlung des Arbeitsrechtes bei den Printmedien einigermaßen hilflos zu. Das Schlechtmachen des ORF-Kollektivvertrages wird dennoch nichts an ihrer miserablen Performance ändern, deren Ergebnis Bauer selbst als "katastrophal" bezeichnet. Und den bedauernswerten Kolleginnen und Kollegen bei den Printmedien hilft diese Gewerkschaftsarbeit sowieso nichts.

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