Amon: Arbeiterkammer kritisiert aufgrund willkürlicher Schätzungen

Behauptungen Tumpels wurden bereits im Vorjahr eindeutig widerlegt

Wien, 19. Mai 2003 (ÖVP-PK) "Wie in jedem Frühjahr werden auch heuer wieder von der Arbeiterkammer Behauptungen in den Raum gestellt, die erstens nicht auf einer seriösen Erhebung, sondern nur auf willkürlichen Schätzungen der Arbeiterkammer selbst beruhen und zweitens bereits im vergangenen Jahr klar widerlegt wurden", sagte heute, Montag, ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon zu den Aussagen von Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel, der behauptet habe, dass im Bereich der berufsbildenden höheren Schulen 7.000 Plätze fehlten.****

Im vergangenen Jahr habe Tumpel von 6.000 fehlenden Ausbildungsplätzen gesprochen und als besonders markantes Beispiel die HTL Rennweg genannt, wo angeblich über 500 Schüler abgewiesen worden seien. Bereits damals hätten sich Tumpels Behauptungen als haltlos erwiesen. "Die Arbeiterkammer hat einfach alle Wartelisten den tatsächlichen Schulplätzen gegenübergestellt. Die üblichen Mehrfachnennungen (Anmeldung an mehreren Schulen) blieben beim Zusammenzählen aber unberücksichtigt", so Amon. Gerade im HTL-Bereich gebe es jährlich bis zu 40 Prozent Doppel- und Mehrfachnennungen bei der Anmeldung.

"Die HTL Rennweg konnte, entgegen Tumpels Behauptungen, alle Schülerinnen und Schüler, die diese Schule besuchen wollten, aufnehmen und musste niemanden abweisen, wie der zuständige Abteilungsvorstand bestätigt hat", sagte der ÖVP-Bildungssprecher. Fast 20 Prozent der Schüler, die angemeldet gewesen seien und einen fixen Schulplatz gehabt hätten, seien allerdings am ersten Schultag gar nicht erschienen. So seien 19 Jugendliche, die sich auf der Warteliste befunden hatten und am ersten Schultag erschienen waren, aufgenommen worden - ohne, dass die gesetzliche Klassenschülerhöchstzahl erreicht worden wäre.

"Es ist bedauerlich, dass der Arbeiterkammer-Präsident auch heuer wieder versucht, Schüler und Eltern mit willkürlichen Zahlenspielen zu verunsichern", sagte Amon. Die Fakten belegten nämlich die erfolgreiche Entwicklung der berufsbildenden höheren Schulen in den vergangenen Jahren.

Seit 1995 sind durch Neubauten von berufsbildenden und allgemeinbildenden mittleren und höheren Schulen 23.300 zusätzliche Schulplätze geschaffen worden. Im Schulbauprogramm ist bereits dafür gesorgt worden, dass bis 2006 weitere 12.500 Schulplätze folgen. "Insbesondere im zukunftsorientierten Bereich der Informatik bzw. Informationstechnologie konnte im vergangenen Schuljahr eine beachtliche Steigerung der Schülerzahlen erreicht werden, und zwar um 14,2 Prozent. Damit ist sichergestellt, dass Eltern für ihre Kinder eine Schule wählen können, die den persönlichen Stärken und Schwächen ihrer Kinder entspricht", schloss der ÖVP-Bildungssprecher.

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