• 16.05.2003, 13:20:35
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SPÖ-Reiter: "Verschiebung der wichtigen Wiener Bahnhofsprojekte auf den St. Nimmerleinstag unzumutbar!"

Wien (SPW-K) - Als "unzumutbar für Wien, vor allem vor dem
Hintergrund der EU-Erweiterung im kommenden Jahr", bezeichnete der
Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Günther Reiter, die
heute, Freitag, seitens der ÖBB angekündigte neuerliche Reduzierung
der Bundeszuschüsse für die Bahnhofsoffensive und die damit "drohende
Verschiebung der wichtigen Bahnhofsprojekte in Wien auf den St.
Nimmerleinstag". Wenn nun die ÖBB selbst bestätigten, so Reiter in
einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien, dass mit dieser
Entscheidung die Finanzierung der schwierigen Projekte etwa in Wien
ab 2005 noch weitgehend offen sei, bedeute dies im Klartext gelesen,
dass die für den Verkehrsknotenpunkt Wien so wichtigen
Bahnhofsprojekte, wie die Sanierung und der Umbau des Westbahnhofes,
die Errichtung des Zentralbahnhofes und möglicherweise sogar auch der
im Zuge der Verlängerung der U-Bahnlinie U 2 umfassend neu zu
gestaltende ÖBB-Bahnhof Wien Nord überhaupt "gestorben" sein könnten,
gab Reiter seiner Befürchtung und Kritik Ausdruck. "Das kann und wird
Wien nicht hinnehmen", so der Politiker. ****

Offensichtlich versuche die schwarzblaue Koalition auch auf dem
Verkehrssektor Wien mit allen nur möglichen Mitteln Schaden
zuzufügen, setzte Reiter fort. Dies sei im Hinblick auf die im
kommenden Frühjahr stattfindende EU-Erweiterung und dem damit
verbundenen notwendigen Ausbau der Schienenverkehrseinrichtungen eine
besonders schlechte Visitenkarte. Der De-facto-Investitionsstopp für
die bedeutenden Bahnhofsprojekte in Wien schädige aber nicht nur den
öffentlichen Verkehrs nachhaltig, sondern auch die Bauwirtschaft und
damit verbunden viele in diesem Bereich tätigen ArbeitnehmerInnen.
"Jetzt ist einmal mehr klar, was Bundeskanzler Schüssel damit gemeint
hat, als er angekündigt habe, auch die Nuss Wien noch knacken zu
wollen. Wenn die Wiener ÖVP und die Wiener FPÖ auch nur ein wenig
Rückgrat haben, so müssen sie, so wie die SPÖ, gegenüber dem
neuerlichen Anschlag gegen die Interessen der Bundeshauptstadt
vehement protestieren. Die Bahnhofsoffensive ist jedenfalls ein
weiterer Glaubwürdigkeitstest für die Behauptung der Wiener ÖVP und
Wiener FPÖ, die Interessen der Wienerinnen und Wiener zu vertreten",
schloss Reiter. (Schluss)

OTS0183    2003-05-16/13:20

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