SPÖ-Reiter: "Verschiebung der wichtigen Wiener Bahnhofsprojekte auf den St. Nimmerleinstag unzumutbar!"

Wien (SPW-K) - Als "unzumutbar für Wien, vor allem vor dem Hintergrund der EU-Erweiterung im kommenden Jahr", bezeichnete der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Günther Reiter, die heute, Freitag, seitens der ÖBB angekündigte neuerliche Reduzierung der Bundeszuschüsse für die Bahnhofsoffensive und die damit "drohende Verschiebung der wichtigen Bahnhofsprojekte in Wien auf den St. Nimmerleinstag". Wenn nun die ÖBB selbst bestätigten, so Reiter in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien, dass mit dieser Entscheidung die Finanzierung der schwierigen Projekte etwa in Wien ab 2005 noch weitgehend offen sei, bedeute dies im Klartext gelesen, dass die für den Verkehrsknotenpunkt Wien so wichtigen Bahnhofsprojekte, wie die Sanierung und der Umbau des Westbahnhofes, die Errichtung des Zentralbahnhofes und möglicherweise sogar auch der im Zuge der Verlängerung der U-Bahnlinie U 2 umfassend neu zu gestaltende ÖBB-Bahnhof Wien Nord überhaupt "gestorben" sein könnten, gab Reiter seiner Befürchtung und Kritik Ausdruck. "Das kann und wird Wien nicht hinnehmen", so der Politiker. ****

Offensichtlich versuche die schwarzblaue Koalition auch auf dem Verkehrssektor Wien mit allen nur möglichen Mitteln Schaden zuzufügen, setzte Reiter fort. Dies sei im Hinblick auf die im kommenden Frühjahr stattfindende EU-Erweiterung und dem damit verbundenen notwendigen Ausbau der Schienenverkehrseinrichtungen eine besonders schlechte Visitenkarte. Der De-facto-Investitionsstopp für die bedeutenden Bahnhofsprojekte in Wien schädige aber nicht nur den öffentlichen Verkehrs nachhaltig, sondern auch die Bauwirtschaft und damit verbunden viele in diesem Bereich tätigen ArbeitnehmerInnen. "Jetzt ist einmal mehr klar, was Bundeskanzler Schüssel damit gemeint hat, als er angekündigt habe, auch die Nuss Wien noch knacken zu wollen. Wenn die Wiener ÖVP und die Wiener FPÖ auch nur ein wenig Rückgrat haben, so müssen sie, so wie die SPÖ, gegenüber dem neuerlichen Anschlag gegen die Interessen der Bundeshauptstadt vehement protestieren. Die Bahnhofsoffensive ist jedenfalls ein weiterer Glaubwürdigkeitstest für die Behauptung der Wiener ÖVP und Wiener FPÖ, die Interessen der Wienerinnen und Wiener zu vertreten", schloss Reiter. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Kub, Rathaus, Presse
Franz Schäfer
01 4000-81923
mailto. franz.schaefer@spw.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10004