Wipplinger: Massiver Personalabbau bei der Post lässt empfindliche Verschlechterungen bei der Zustellung befürchten!

Linz (OTS) - "Empfindliche Verschlechterungen bei der
Postzustellung werden die Folge sein", befürchtet AK-Präsident Hubert Wipplinger angesichts des massiven Personalabbaues bei der Österreichischen Post AG. Vor allem die Haushalte werden davon betroffen sein, da Großkunden ohnedies über eigene Postfächer verfügen oder die Sendungen gesondert zugestellt bekommen.

Nachdem bereits vor geraumer Zeit der Abbau von österreichweit rund 1700 Posten bei der Zustellung beschlossen wurde, droht nun der Verlust von weiteren tausenden Arbeitsplätzen. Und das, obwohl die Post hoch aktiv ist: Für das abgelaufene Jahr 2002 konnte der Finanzminister 36 Millionen Euro Dividende einstecken.

Derzeit bedeutet der Personalabbau, dass ein Postzusteller täglich bis zu 50 Haushalte mehr betreuen muss. Steigender Arbeitsdruck und daraus resultierende empfindliche Verschlechterungen bei der Postzustellung sind keine guten Merkmale für ein Dienstleistungsunternehmen. "Was daran fortschrittlich und kundenorientiert sein soll, konnte mir bisher noch niemand erklären", so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten, Gottfried Zauner.

Noch Schlimmeres befürchtet die Postgewerkschaft bei einem etwaigen Verkauf von Post, Telekom und Postbus. Dabei handle es sich um einen "wirtschaftspolitischen Unsinn", der der Bevölkerung schlechtere Dienstleistungen und höhere Preise bringe und lediglich der Budgetsanierung diene. Vor allem auf dem Land könnten dann Briefe und Zeitungen nicht mehr jeden Tag zugestellt werden, noch mehr Postämter könnten geschlossen werden.

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