- 16.05.2003, 12:32:59
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Wipplinger: Massiver Personalabbau bei der Post lässt empfindliche Verschlechterungen bei der Zustellung befürchten!
Linz (OTS) - "Empfindliche Verschlechterungen bei der
Postzustellung werden die Folge sein", befürchtet AK-Präsident Hubert
Wipplinger angesichts des massiven Personalabbaues bei der
Österreichischen Post AG. Vor allem die Haushalte werden davon
betroffen sein, da Großkunden ohnedies über eigene Postfächer
verfügen oder die Sendungen gesondert zugestellt bekommen.
Nachdem bereits vor geraumer Zeit der Abbau von österreichweit
rund 1700 Posten bei der Zustellung beschlossen wurde, droht nun der
Verlust von weiteren tausenden Arbeitsplätzen. Und das, obwohl die
Post hoch aktiv ist: Für das abgelaufene Jahr 2002 konnte der
Finanzminister 36 Millionen Euro Dividende einstecken.
Derzeit bedeutet der Personalabbau, dass ein Postzusteller täglich
bis zu 50 Haushalte mehr betreuen muss. Steigender Arbeitsdruck und
daraus resultierende empfindliche Verschlechterungen bei der
Postzustellung sind keine guten Merkmale für ein
Dienstleistungsunternehmen. "Was daran fortschrittlich und
kundenorientiert sein soll, konnte mir bisher noch niemand erklären",
so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten, Gottfried Zauner.
Noch Schlimmeres befürchtet die Postgewerkschaft bei einem
etwaigen Verkauf von Post, Telekom und Postbus. Dabei handle es sich
um einen "wirtschaftspolitischen Unsinn", der der Bevölkerung
schlechtere Dienstleistungen und höhere Preise bringe und lediglich
der Budgetsanierung diene. Vor allem auf dem Land könnten dann Briefe
und Zeitungen nicht mehr jeden Tag zugestellt werden, noch mehr
Postämter könnten geschlossen werden.
OTS0159 2003-05-16/12:32
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