FP-Herzog: Zwischen Wien und Havanna! Eine Weltkulturpartnerschaft?

Falls diese scheitert, kann man immer noch bei Kim Jong Il in Nordkorea anklopfen.

Wien, 16-05-2003 - Das mit Müh und Not für Wien gerettete Weltkulturerbe hat nunmehr für die Wiener Rathaussozialisten eine durchaus positive Nebenerscheinung gebracht. Nachdem im Osten die alte Sowjetunion abhanden gekommen ist und der Kuß der Heimaterde in Russland die unangenehmen Nebenerscheinung von Demokratisierung mit sich bringen würde, bemühen sich die Wiener Rathaussozialisten sowie Genosse Schicker um eine Welterbe-Partnerschaft mit Havanna, berichtete heute FP-Stadtrat Johann Herzog.

Massive Unterstützung für die geplante Partnerschaft der Städte Wien und Havanna bekommen die Wiener Genossen demnach von der österreichisch-kubanischen Gesellschaft, die nicht müde wird, die "großartigen Errungenschaften des kubanischen Sozialismus auf allen gesellschaftlichen Gebieten" zu loben.

In Kuba ist die sozialistische Welt vermutlich noch in Ordnung. Da werden Regimekritiker so behandelt, wie sich das so mancher Sozialismusromantiker auch für Österreich offenbar wünschen würde, so Herzog. Für die 609 Sitze im nationalen Volkskongress bewarben sich Anfang des Jahres exakt 609 Kandidaten, unter ihnen Staats- und Parteichef Fidel Castro sowie sein jüngerer Bruder und Stellvertreter in allen Ämtern, Raul. Das kann doch kein Vorbild für die Demokratien in Mitteleuropa sein, so Herzog.

Keine lästige Opposition, die sich auch noch anmaßt Kritik an der Stadtregierung zu üben. Obgleich man nach kubanischem Vorbild, so Herzog, natürlich auch mit diesen lästigen Oppositionellen ganz anders verfahren könnte. In Kuba hat ein Gericht, sicher nicht ohne energische Empfehlung Fidel Castros sogenannte Dissidenten, Journalisten und Schriftsteller, die nichts anderes taten, als ihre nicht mit der Staatsideologie konformen Auffassungen über Demokratie kundzutun, im Schnellverfahren zu extremen Gefängnisstrafen verurteilt.

Doch unabhängig von diesen banalen Nebenerscheinungen des glorreichen Sozialismus, ist es nur zu verständlich, daß Wiens Mehrheitssozialisten enger mit Havanna zusammenarbeiten möchten. Nicht zuletzt bezeichnete Schicker die Zusammenarbeit mit dem lateinamerikanischen Despoten Castro als "Modellfall für den Aufbau transkontinentaler Beziehungen zwischen Städten". Bleibt nur zu hoffen, daß die gegenseitige "Befruchtung dieser Partnerschaft" nicht zu mehr realsozialistischen Blüten in Wien führt. Sollte diese Partnerschaft wider Erwarten doch noch scheitern, so bleibt der Wiener Stadtregierung noch der Weg nach Nordkorea. Eine Partnerschaft mit Pjöngjang wäre für die Wiener Genossen nach einem Scheitern mit Havanna eine ideologisch vielleicht akzeptable Alternative, so Herzog abschließend. (Schluß) jen

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