- 16.05.2003, 10:55:07
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FP-Herzog: Zwischen Wien und Havanna! Eine Weltkulturpartnerschaft?
Falls diese scheitert, kann man immer noch bei Kim Jong Il in Nordkorea anklopfen.
Wien, 16-05-2003 - Das mit Müh und Not für Wien gerettete
Weltkulturerbe hat nunmehr für die Wiener Rathaussozialisten eine
durchaus positive Nebenerscheinung gebracht. Nachdem im Osten die
alte Sowjetunion abhanden gekommen ist und der Kuß der Heimaterde in
Russland die unangenehmen Nebenerscheinung von Demokratisierung mit
sich bringen würde, bemühen sich die Wiener Rathaussozialisten sowie
Genosse Schicker um eine Welterbe-Partnerschaft mit Havanna,
berichtete heute FP-Stadtrat Johann Herzog.
Massive Unterstützung für die geplante Partnerschaft der Städte Wien
und Havanna bekommen die Wiener Genossen demnach von der
österreichisch-kubanischen Gesellschaft, die nicht müde wird, die
"großartigen Errungenschaften des kubanischen Sozialismus auf allen
gesellschaftlichen Gebieten" zu loben.
In Kuba ist die sozialistische Welt vermutlich noch in Ordnung. Da
werden Regimekritiker so behandelt, wie sich das so mancher
Sozialismusromantiker auch für Österreich offenbar wünschen würde, so
Herzog. Für die 609 Sitze im nationalen Volkskongress bewarben sich
Anfang des Jahres exakt 609 Kandidaten, unter ihnen Staats- und
Parteichef Fidel Castro sowie sein jüngerer Bruder und Stellvertreter
in allen Ämtern, Raul. Das kann doch kein Vorbild für die Demokratien
in Mitteleuropa sein, so Herzog.
Keine lästige Opposition, die sich auch noch anmaßt Kritik an der
Stadtregierung zu üben. Obgleich man nach kubanischem Vorbild, so
Herzog, natürlich auch mit diesen lästigen Oppositionellen ganz
anders verfahren könnte. In Kuba hat ein Gericht, sicher nicht ohne
energische Empfehlung Fidel Castros sogenannte Dissidenten,
Journalisten und Schriftsteller, die nichts anderes taten, als ihre
nicht mit der Staatsideologie konformen Auffassungen über Demokratie
kundzutun, im Schnellverfahren zu extremen Gefängnisstrafen
verurteilt.
Doch unabhängig von diesen banalen Nebenerscheinungen des glorreichen
Sozialismus, ist es nur zu verständlich, daß Wiens
Mehrheitssozialisten enger mit Havanna zusammenarbeiten möchten.
Nicht zuletzt bezeichnete Schicker die Zusammenarbeit mit dem
lateinamerikanischen Despoten Castro als "Modellfall für den Aufbau
transkontinentaler Beziehungen zwischen Städten". Bleibt nur zu
hoffen, daß die gegenseitige "Befruchtung dieser Partnerschaft" nicht
zu mehr realsozialistischen Blüten in Wien führt. Sollte diese
Partnerschaft wider Erwarten doch noch scheitern, so bleibt der
Wiener Stadtregierung noch der Weg nach Nordkorea. Eine Partnerschaft
mit Pjöngjang wäre für die Wiener Genossen nach einem Scheitern mit
Havanna eine ideologisch vielleicht akzeptable Alternative, so Herzog
abschließend. (Schluß) jen
Rückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen, Pressestelle, Tel.: (01)
4000 / 81 798
OTS0080 2003-05-16/10:55
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