ÖH: Gehrer muss handeln!

Universitäre Lehre droht zu kollabieren - ÖH fordert Krisenplan

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) fordert Bildungsministerin Gehrer dazu auf, endlich ihrer Verantwortung nachzukommen und den Universitäten ausreichende Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Wie die Österreichische Rektorenkonferenz heute bestätigt hat, droht die Lehre an den Universitäten nächstes Semester aufgrund der seit 2000 stetig erfolgenden Budgetkürzungen für die Hochschulen zusammenzubrechen. Zuletzt wurden für 2003 weitere 107 Millionen Euro an Budgetmitteln gestrichen. ÖH-Vorsitzende Mautz verleiht ihrer gestern auf einer Pressekonferenz geäußerten Forderung nach eine Krisenplan für die Universitäten Nachdruck: "Die Ministerin darf die angespannte Situation nicht weiter ignorieren. Wenn sie nicht rasch handelt, wird es im nächsten Semester zum Zusammenbruch der Lehre kommen. Leidtragende werden, wie so oft, die Studierenden sein."

Mautz rechnet ein weiteres Mal vor, dass den Universitäten seit dem Jahr 2000 die Gelder gekürzt werden: "Das Hochschulbudget ist heute nominell niedriger, als noch vor vier Jahren. BIP-anteilig ist es von 1,22 im Jahr 1999 auf 1,11 Prozent gesunken. Offensichtlich wird der Kollaps der universitären Lehre in Kauf genommen, wenn nicht gar bewusst forciert." Mautz fordert die Ministerin dazu auf, entweder mehr Finanzmittel zur Verfügung zu stellen oder einen Krisenplan zu erarbeiten, wie trotz fehlender Mittel nächstes Semester die Lehre aufrecht erhalten werden kann.

Anita Weinberger, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, weist darauf hin, dass Ministerin Gehrer die Verantwortung nicht ständig an die Universitäten abschieben könne: "Es geht nicht an, dass die Universitäten finanziell ausgehungert werden, die Ministerin aber sagt, dass sie die dadurch entstehenden Probleme im Rahmen ihrer Autonomie selber lösen müssen. Wer vor der Realität derart die Augen verschließt, muss fast schon als naiv eingestuft werden. Die Ministerin muss handeln!"

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