Hermann Maier im großen ORF-Interview: "Olympische Spiele Turin 2006 für mich sicherlich ein Thema"

"Der harte Weg zurück" - Hermann-Maier-Doku und -Interview am 19. Mai in ORF 1

Wien (OTS) - "Es ist etwas Besonderes, wenn man die ganzen Bilder wieder sieht. Wenn man sieht, in welch schlechtem Zustand man war, wie viel Gewicht man verloren hat. Man glaubt es gar nicht, dass es einem so schlimm erwischen kann und dass man dann wieder ganz oben stehen kann", sagt Hermann Maier über die Dokumentation "Der harte Weg zurück - Das sensationelle Comeback des Herminators", die am Montag, dem 19. Mai 2003, um 21.15 Uhr im Programm von ORF 1 zu sehen ist. Im Anschluss an die Dokumentation folgt ein aktuelles Interview, das ORF-TV-Sportchef Elmar Oberhauser im Elternhaus von Hermann Maier in Flachau 633 Tage nach seinem schweren Unfall mit dem dreifachen Weltcup-Gesamtsieger führte.

In diesem Interview spricht Maier über sein Leben nach dem Unfall, das Motorradfahren, über seine Rückschläge während seiner Genesung und seine sportliche Zukunft, über seinen körperlichen Zustand und die Bedeutung von Geld, über seine Rolle im Team, seine Teamkollegen und über Stephan Eberharter und über sein langfristiges Ziel "Olympia 2006" - das für Maier "sicherlich ein Thema" ist.

Maier: "'Laureus' wäre etwas Besonderes"

Der Flachauer ist ein heißer Favorit auf den "Laureus" in der Kategorie "Comeback des Jahres", ein Sportpreis der in der nächsten Woche in Monte Carlo verliehen wird. Der ORF SPORT wird von der Verleihung vor dem UEFA-Cup-Finale am Mittwoch, dem 21. Mai, um 20.15 Uhr in ORF 1 berichten. Maier über den "Laureus": "Ich würde mich über den 'Laureus' sehr freuen. Für mich wäre das etwas Besonderes. Ich habe mich sehr quälen müssen, es wäre einmal ein ganz anderer Preis. Die Frage ist, wie der Skisport mitbewertet wird."

Vor dem Interview zeigt der ORF SPORT die Dokumentation "Der harte Weg zurück - Das sensationelle Comeback des Herminators". Die rund 40-minütige ORF-Version des Films von Thomas Rilk stammt von Fritz Melchert. Zusätzliche ORF-Interviews und zusätzliches ORF-Bildmaterial wurde in die Dokumentation eingebaut. Außerdem endet die ORF-Dokumentation zum Unterschied von der Urfassung mit dem großen Erfolg Hermann Maiers bei der Alpinen Ski-WM in St. Moritz, wo er hinter Stephan Eberharter und gemeinsam mit Bode Miller die Silbermedaille im Super-G holte.

Ein Unfall hält Österreich in Atem

Radstadt, 24. August 2001, 19.30 Uhr: Unfall auf der Katschberg-Bundesstraße (B 99) in Richtung Altenmarkt. Ein Autofahrer biegt bei einer Kreuzung nicht vorschriftsmäßig nach links ab und rammt dabei einen Motorradfahrer. Der Motorradfahrer erleidet einen offenen Unterschenkelbruch. Ein Unfall, wie er in Österreich häufig passiert. Und doch horcht ein ganzes Land auf: Der Motorradfahrer heißt Hermann Maier, Skistar, zweifacher Olympiasieger, zweifacher Weltmeister, dreifacher Weltcup-Gesamtsieger, Held der Nation. Es folgt eine achtstündige Notoperation, eine Amputation des Beines droht. 527 Tage später holt der Flachauer eine Silbermedaille bei der Ski-Weltmeisterschaft 2003 in St. Moritz.

Sieg nach 527 Tagen

Bereits am 15. Tag nach dem Unfall beginnt Maier mit einem speziell konstruierten Handergometer zu trainieren. Erste Gehversuche ohne Krücken wagt der Herminator, der von 90 auf 77 Kilo abmagerte, bereits nach einem Monat. Am Tag 47 nach der Operation wird ihm von Chirurg Arthur Trost eine Schraube aus dem Bein herausoperiert. Die Physiotherapie am Olympia-Stützpunkt Obertauern beginnt am Tag 54. Der erste öffentliche Auftritt des Flachauers folgt neun Tage später bei der "Galanacht des Sports", bei der Maier zum vierten Mal in Folge zum Sportler des Jahres gekürt wird. Am Tag 116 nach seinem Unfall schnallt der Olympiasieger erstmals wieder Skier an, noch immer mit dem Ziel, an den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City teilzunehmen. Zwei Wochen vor dem Beginn der Spiele gibt Maier bei einer Pressekonferenz bekannt, dass eine Teilnahme unmöglich sei. Maier fährt auf die Bahamas, um Ruhe zu finden. Im Juli 2002 trainiert der 30-Jährige gemeinsam mit seinen ÖSV-Kollegen am Matterhorn. Zum Training nach Chile fährt Maier mit großen Erwartungen. Es folgt der Rückschlag: Maier verletzt sich erneut, die Schmerzen lassen nicht nach. Maier denkt an sein Karriereende. Er macht eine Hubschrauber-Pilotenausbildung und verdrängt das Skifahren. Das Loslassen stellt sich als Erfolgsrezept heraus. In Adelboden kehrt Maier nach 508 Tagen wieder in den Weltcupzirkus zurück. Ein 31. Platz enttäuscht den dreifachen Weltcup-Gesamtsieger. Es geht aber weiter aufwärts. 13 Tage später gewinnt er in Kitzbühel den Super-G, weitere sechs Tage später die Silbermedaille im Super-G bei der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz. Das Comeback ist die Sportsensation des Jahres.

Maier-Beitrag am 18. Juni in "help tv"

Auch "help tv" widmet am Mittwoch, dem 18. Juni, um 20.15 Uhr in ORF 2 einen Beitrag dem Herminator.

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