Handelsgericht Wien weist Antrag von Media-Saturn ab. Der Versuch von Media-Saturn, eine einstweilige Verfügung gegen Vobis zu erhalten, ist vorläufig gescheitert.

Wien (OTS) - Das HG Wien hat mit Beschluss vom 28. April 2003 den Antrag der Media-Saturn Beteiligungsges.m.b.H. gegen Vobitech GmbH auf Erlass einer einstweilige Verfügung wegen vergleichender Werbung vollständig abgewiesen.

Die Vobitech GmbH hatte im Winter 2002/2003 unter ihrem Vobis-Brand mehrere vergleichende Werbungen in den zum "News Verlag" erscheinenden Zeitschriften "E-Media" und "TV-Media" durchgeführt. Die vergleichende Werbung hatte ein sehr starkes Verbraucherinteresse in den VOBIS Shops hervorgerufen. Die Werbung war unter das Motto gestellt: "günstig ist geil - Geiz kann auch teuer sein".

In der Einschaltung der E-Media Ausgabe Nr. 25/02 vom 6.12.02 wurde eine entsprechende Werbung gezeigt gegen die die Media-Saturn Beteiligungsges.m.b.H. eine Klage samt Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung eingereicht hatte. Das HG Wien hat diesen Antrag mit ausführlicher Begründung abgewiesen. In dem Entscheid vom 28.04.03 des HG heißt es u.A.: "Vergleichende Werbung ist gemäß § 2 Abs 2 UWG zulässig - Wahrheitsgemäßes Herausstellen der eigenen besseren Leistung durch Gegenüberstellung mit der schlechteren Leistung namentlich genannter Mitbewerber anhand objektiv überprüfbarer Daten ist daher als grundsätzlich zulässig anzusehen."

Der Geschäftsführer der Vobitech GmbH, Hr. Michael Dressen erklärte dazu: "Der Versuch des Mitbewerbs unsere Werbestrategie durch juristische Mittel zu stoppen ist damit vorläufig fehlgeschlagen. Natürlich werden wir jetzt unsere erfolgreiche Werbung wieder aufnehmen."

Firmenhintergrund Vobitech GmbH

Vobis Österreich wurde 1989 als erste Auslandsgesellschaft der deutschen Vobis, Aachen, gegründet und expandierte in den folgenden Jahren zuerst mit kleinen Shops, ab Ende der 90er-Jahre mit großflächigen Super Stores.

Als 1999 die Mehrheitseigentümerin der Vobis-Aachen, die Metro-Gruppe, ihre Beteiligungen reduziert, wird Vobis Österreich von einem Investorenkonsortium unter der Führung der größten italienischen Bank übernommen.

Um die Marktstellung in Österreich auszubauen, beteiligt sich Vobis Österreich mit 90% am Mitbewerber Birg Computer und übernimmt ihn 2001 vollständig.

Nach der Zusammenführung mit Birg wird der offizielle Firmenname auf Vobitech GmbH geändert, die Marken Birg und Vobis bleiben jedoch bestehen.

Ende des ersten Quartals 2003 hat Vobitech Österreich 18 Shops, davon 9 Großflächen-Shops und beschäftigt über 150 Mitarbeiter. Der Umsatz des Jahres 2002 lag bei 62,4 Mio Euro. Der Marktanteil bei PCs lag in diesem Zeitraum bei 6,1% vom Gesamtmarkt, im Consumer-Bereich wesentlich höher.

Seit Gründung des Unternehmens ist es das Ziel von Vobitech, privaten Kunden und Firmenkunden aktuelle Technologie zu konkurrenzlosen Preisen anzubieten und dieses Angebot durch kompetente Beratung und professionellen Service zu ergänzen. Neben fertigen Systemen bieten die Shops individuelle Systeme nach Kundenwunsch und fachmännischen Reparaturservice für PCs.

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Fabian Zeeb
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f.zeeb@vobitech.at

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