Beratung für pflegende Angehörige

Wien (Rotes Kreuz) – Zum Welttag der Familie beleuchtet das Österreichische Rote Kreuz die Situation der Pflegepersonen innerhalb der Familie: Die Familie ist der Welt größter Pflegeplatz. 540.000 der insgesamt rund 600.000 hilfs- und pflegebedürftigen Menschen Österreichs leben zu Hause und werden von der Familie betreut. 80 % der Hauptbetreuungspersonen sind Frauen.

"Verschiedene Untersuchungen belegen, dass zu Hause von den Angehörigen die Pflege in sehr guter Qualität geleistet wird", so die Rotkreuz-Pflegeexpertin Mag. Monika Wild. "Viele pflegende Angehörige wünschen sich bei unseren Befragungen zusätzliche Informations- und Beratungsangebote."

Für pflegende Angehörige geht neben der körperlichen Belastung auch eine Änderung der familiären und sozialen Rollendefinition einher. Sie leiden oft unter vielfältigen Belastungen, die unter Umständen die eigene Gesundheit gefährden. Wild: "Die Belastungen können sein:
Veränderungen der eigenen Lebensplanung, Angebundensein, ausschließliche Zuständigkeit, Verschlechterung des Gesundheitszustandes des pflegebedürftigen Angehörigen, Nähe zum Tod, Fehlende Anerkennung, Belastungen durch Demenz und Verwirrtheit, Isolation, Belastungen durch unzureichende Wohnbedingungen, Überforderung durch vielschichtige, belastende Tätigkeiten".

Hier setzen die Rotkreuz-Angebote wie Beratungen und Kurse für "pflegende Angehörige" an.

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