• 14.05.2003, 09:34:20
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Scheele: Gentechnik verschlechtert die Beziehungen USA-Europa noch weiter

Wien (sk) - "Wenn die USA aufgrund der EU-Restriktionen für
Gen-Nahrungsmittel nun die Union vor der Welthandelsorganisation WTO
klagen wollen, so wird offenbar ganz bewusst einer weitere
Verschlechterung der Beziehungen mit Europa in Kauf genommen". Karin
Scheele, SPÖ-Europaabgeordnete und EP-Berichterstatterin
zur "Verordnung über genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel"
zeigt wenig Verständnis für die aktuelle US-Haltung. "Sobald diese
Verordnung in Kraft tritt, wird das EU-Moratorium aller Voraussicht
nach ohnedies hinfällig sein, was die derzeitige US-Haltung umso
unverständlicher macht."

"In Europa gehen wir gerade in der heiklen Frage der gentechnisch
veränderten Lebens- und Futtermittel den Weg der Transparenz. Wir
wollen ein umfassendes EU-Kennzeichnungssystem, das dem Verbraucher
größtmögliche Wahlfreiheit gewährt", so Scheele am Mittwoch gegenüber
dem Pressedienst der SPÖ. Wenn die USA volle Transparenz als
"Rücksichtnahme auf diffuse Verbraucherängste" bezeichnen, dann, so
Scheele, sei das ihr gutes Recht. "Aber auch wenn man solche
Argumente immer wieder vorbringt, werden sie nicht richtiger. Und
eine Klage vor der WTO rechtfertigen sie ohnehin nicht." (Schluss)
wf/mm

Rückfragehinweis: Roland Graffius, Pressesprecher der SPÖ-Delegation
im Europäischen Parlament, Tel.: ++32-2-284-3364

OTS0036    2003-05-14/09:34

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