Scheele: Gentechnik verschlechtert die Beziehungen USA-Europa noch weiter

Wien (sk) - "Wenn die USA aufgrund der EU-Restriktionen für Gen-Nahrungsmittel nun die Union vor der Welthandelsorganisation WTO klagen wollen, so wird offenbar ganz bewusst einer weitere Verschlechterung der Beziehungen mit Europa in Kauf genommen". Karin Scheele, SPÖ-Europaabgeordnete und EP-Berichterstatterin
zur "Verordnung über genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel" zeigt wenig Verständnis für die aktuelle US-Haltung. "Sobald diese Verordnung in Kraft tritt, wird das EU-Moratorium aller Voraussicht nach ohnedies hinfällig sein, was die derzeitige US-Haltung umso unverständlicher macht."

"In Europa gehen wir gerade in der heiklen Frage der gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermittel den Weg der Transparenz. Wir wollen ein umfassendes EU-Kennzeichnungssystem, das dem Verbraucher größtmögliche Wahlfreiheit gewährt", so Scheele am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Wenn die USA volle Transparenz als "Rücksichtnahme auf diffuse Verbraucherängste" bezeichnen, dann, so Scheele, sei das ihr gutes Recht. "Aber auch wenn man solche Argumente immer wieder vorbringt, werden sie nicht richtiger. Und eine Klage vor der WTO rechtfertigen sie ohnehin nicht." (Schluss) wf/mm

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