- 13.05.2003, 20:10:25
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Original Pleyel-Tafelklavier in Ruppersthal
Sobotka: Wesentlicher kultur- und gesellschaftspolitischer Auftrag
Ruppersthal (OTS) - Im Rahmen ihrer Kultursponsoring-Aktivitäten
hat die NÖ Hypobank ein Original Pleyel-Tafelklavier Opus 7134 in
Berlin angekauft und dem Pleyel-Museum als Dauerleihgabe zur
Verfügung gestellt. In Ruppersthal, wo das Klavier nun den
Prunkstücken in der ehemaligen, 1998 als Museum eröffneten
Pleyel-Schule zählt, wurde es heute erstmals der Öffentlichkeit
präsentiert.
Landesrat Wolfgang Sobotka, der auch die Vorteile des Instruments
für den Pianisten hervorhob, sprach von einem wesentlichen kultur-
und gesellschaftspolitischen Auftrag. Den kulturpolitischen Auftrag,
aus Respekt vor den geistigen und künstlerischen Zeugnissen der
Vorväter Vergessenes wieder zu aktivieren, könne die öffentliche Hand
ohne Helfer wie die Hypo und Idealisten wie den Obmann der
Pleyel-Gesellschaft, Adolf Ehrentraud, alleine nicht bewältigen.
Gesellschaftspolitisch bringe diese Art des Musizierens eine andere
Annäherung an die Musik als in der heutigen Event-Form und damit eine
andere Sensibilität des Hörens, das bei Kindern schon große Defizite
aufweise. Die Pleyel-Gesellschaft sei einer der wichtigsten
Eckpfeiler, um sich mit den besonderen Tondenkmälern
Niederösterreichs auseinander zu setzen.
Ignaz Pleyel, 1757 in Ruppersthal geboren und 1831 in Paris
gestorben, war nicht nur einer der bekanntesten Komponisten seiner
Zeit, Verleger und Gründer des "Salle Pleyel" in Paris, sondern auch
ein virtuoser Klavierbauer. Insgesamt sind in der
Pleyel-Klavierfabrik in Paris rund 300.000 Instrumente entstanden.
1826 setzte Pleyel seinen Klavieren als Erster einen Metallrahmen
ein, die überwältigende Klangfülle macht Pleyel-Klaviere heute noch
zu Stars in den internationalen Konzertsälen.
OTS0242 2003-05-13/20:10
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