• 11.05.2003, 12:31:42
  • /
  • OTS0043 OTW0043

Lunacek fordert ÖVP- und FPÖ-Politiker zu Anerkennung von Homosexuellen NS-Opfern im Opferfürsorgergesetz auf

Auch Finanzierung der Kultusgemeinde muß sichergestellt werden

OTS (Wien) - Aus Anlaß der heutigen Feier zur 58. Wiederkehr der
Befreiung der Menschen im KZ Mauthausen fordert Ulrike Lunacek,
NR-Abgeordnete der Grünen, die Regierungsparteien auf, im Parlament
endlich der Anerkennung jener Opfer des Nationalsozialismus
zuzustimmen, die unter dem Rosa Winkel (schwule Männer) und unter dem
Schwarzen Winkel (sogenannte Asoziale, darunter auch lesbische
Frauen) in den Konzentrationslagern gefangengehalten, gefoltert und
auch ermordet wurden. "Es darf nicht sein, dass 58 Jahre nach dem
Ende des NS-Schreckensregimes noch immer nicht alles Opfer der
Schergen jener Zeit die offizielle Anerkennung der Republik finden,"
kritisiert Lunacek die ablehnende Haltung von ÖVP- und
FPÖ-PolitikerInnen. Sie fordert vor allem jene auf, sich in ihren
Parteien für die Anerkennung einzusetzen, die heute an der
Befreiungsfeier teilnehmen, wie beispielsweise NR-Präsident Khol und
BM Strasser. "Solange nicht alle Opfer, also auch Homosexuelle und
die von den Nazis so genannten ‚Asozialen’ vor der Republik
Anerkennung finden, so lange ist das Gedenken und die Erinnerung an
die Opfer nicht ausreichend glaubwürdig", ergänzt Lunacek.

Weiters erwartet Lunacek von BK Schüssel, die Finanzierung der
Israelitischen Kultusgemeinde sicherzustellen: "Es ist völlig
inakzeptabel, dass in Österreich eine jüdische Gemeinde von der
Schließung bedroht ist."

Lunacek nimmt selbst an der Befreiungsfeier sowie an der zuvor
stattfindendenden Feier vor dem Gedenkstein an die lesbischen und
schwulen Opfer des Nationalsozialismus teil.

OTS0043    2003-05-11/12:31

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel