Elektra Bregenz: "Privat ist ganz und gar nicht besser als Staat!"

Schwaz (GMT/ÖGB). "Nach Semperit und Grundig ist Elektra Bregenz der negative Beweis dafür, dass Privatunternehmen in keiner Weise besser wirtschaften können als der Staat", sagt Hans Weber, Landessekretär der Gewerkschaft Metall - Textil in Tirol zur im Juli bevorstehenden Auflösung des Standorts in Schwaz. "Die Entwicklung bei Elektra Bregenz war abzusehen, die Gewerkschaften haben schon vor Monaten gefordert, dem entgegen zu steuern und haben gemeinsam mit dem Betriebsrat ihre konstruktive Zusammenarbeit angeboten. Es ist uns schleierhaft, warum man immer wartet, bis wirklich der schlimmste Fall eintritt. Schließlich geht es um das Schicksal von über 200 Menschen und ihren Familien!"++++

"Unser Fall sollte der Bundesregierung eine Warnung sein: Wenn Konzernzentralen im Ausland sitzen, dann sind früher oder später unsere Betriebe weg und damit auch die Arbeitsplätze", sagt Christine Steixner, Betriebsratsvorsitzender bei Elektra Bregenz. Hans Weber kritisiert in diesem Zusammenhang die völlig verfehlte Industriepolitik der Bundesregierung: "Dass der Finanzminister heute den Auftrag zur Vollprivatisierung von österreichischen Unternehmen erteilt, beweist einmal mehr, dass dieser Regierung die Menschen und ihre Schicksale völlig gleichgültig sind!"

ÖGB, 9. Mai 2003
Nr. 367

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Dienstag 13. Mai in Wien, 17 Uhr Abmarsch von Süd- und Westbahnhof, 19 Uhr Kundgebung am Ballhausplatz.

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