Bartenstein: KV-Ergebnisse im Tourismus zeigen: Ergebnisse beim Verhandeln, nicht auf der Straße

Österreichs Tourismus hat sich als Krisenresistent erwiesen

Wien (BMWA/OTS) - "Ich begrüße die Ergebnisse der jüngsten Kollektivvertragsverhandlungen im Tourismusgewerbe ausdrücklich. Sie sind der Beweis, dass die Sozialpartnerschaft in weiten Bereichen des Tourismus funktioniert ", sagte heute Freitag der für den österreichischen Tourismus zuständige Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Generalsekretär der World Tourismus Organisation Dr. Francesco Frangialli sowie dem Geschäftsführer der Österreich Werbung Dr. Arthur Oberascher in Wien. Er, Bartenstein, beglückwünsche die Kollektivvertragsverhandler zu dem gestern Abend erzielten Ergebnis: "Das ist der Weg, den man gehen soll." Gute Ergebnisse erziele man bei Verhandlungen und nicht auf der Straße. Damit habe man es in der Tourismusbranche auch geschafft, 1.000 Euro Mindestlohn auf Kollektivvertragsebene sicher zu stellen. Auch dazu könne man nur gratulieren. Die Gespräche seien ruhig und konstruktiv abgewickelt und so die rückwirkende KV-Regelung mit 1. Mai .2003 erreicht worden. ****

Zur aktuellen Situation des österreichischen Tourismus sagte der Minister, dieser habe sich gegenüber kritischen Entwicklungen wie der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage, dem Irak-Krieg oder SARS erstaunlich resistent erwiesen. Österreich habe auf die Irak-Krise im Tourismusbereich sehr schnell mit Maßnahmen zur Erleichterung der Kurzarbeit in 4- und 5-Stern Hotels reagiert. Dies sei aber in der Folge nur von insgesamt 62 Mitarbeitern in 15 Unternehmen in Anspruch genommen worden. "Wir standen Gewehr bei Fuß - glücklicherweise musste das Angebot Kurzarbeit nur sehr eingeschränkt in Anspruch genommen werden", so Bartenstein.

Für die Zukunft seien selbstverständlich "neue Herausforderungen" da. Die EU-Erweiterung bezeichnete der Minister in touristischer Hinsicht als eine "Mischung aus Opportunity und Threat". Die Nachbarn Österreichs würden im Tourismusbereich ebenfalls nicht schlafen. So liege Prag bei den Nächtigungen aus dem Jahr 2001 bereits vor Wien. Prag und Budapest hätten bei den Zahlen der Hotelbetten Wien bereits überholt. Beim Kongress-Tourismus liege Wien jedoch deutlich besser und die Entwicklungszahlen seien zufrieden stellend.

Als besonders positiv wertete es Bartenstein in seiner Funktion als Arbeitsminister, dass der Tourismus in Österreich weiterhin einen "Arbeitsplatzmotor" darstelle. Die Tourismuswirtschaft sichere 153.000 Arbeitsplätze, was 5% aller Beschäftigten bedeute. Hier sei eine Steigerung um 1,8% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. 2002 wurden je 100.000 Euro aus touristischer Auslandsnachfrage zwei Vollarbeitsplätze gesichert.

Für die Zukunft werde das Tourismusland Österreich weitere Maßnahmen zur Förderung konkreter Maßnahmen setzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit unterstütze daher etwa Anträge zu grenzüberschreitenden Gemeinschaftsinitiativen der EU. Man werde die Strukturen weiter entwickeln und helfen, die Eigenkapitalbasis der Unternehmen zu verbessern. Hier sei die Entwicklung bei Basel II zufrieden stellend, "die schärfsten Giftzähne sind im Interesse unseres Mittelstandes gezogen worden. Die größte steuerliche Entlastung der 2. Republik 2004 und 2005 kommt natürlich auch den Betrieben zugute.", betonte Bartenstein.

Die Halbierung des Steuersatzes auf nicht entnommene Gewinne (mindestens aber 20%), sorge dafür, dass mehr Mittel für Investitionen in den Betrieben bleiben. Gleichzeitig setzte Österreich auch im Tourismus auf nachhaltiges Wirtschaften sowie auf Initiativen für behinderte Menschen im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung der EU 2003.

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