- 09.05.2003, 13:21:15
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Bartenstein: KV-Ergebnisse im Tourismus zeigen: Ergebnisse beim Verhandeln, nicht auf der Straße
Österreichs Tourismus hat sich als Krisenresistent erwiesen
Wien (BMWA/OTS) - "Ich begrüße die Ergebnisse der jüngsten
Kollektivvertragsverhandlungen im Tourismusgewerbe ausdrücklich. Sie
sind der Beweis, dass die Sozialpartnerschaft in weiten Bereichen des
Tourismus funktioniert ", sagte heute Freitag der für den
österreichischen Tourismus zuständige Wirtschafts- und
Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit dem Generalsekretär der World Tourismus
Organisation Dr. Francesco Frangialli sowie dem Geschäftsführer der
Österreich Werbung Dr. Arthur Oberascher in Wien. Er, Bartenstein,
beglückwünsche die Kollektivvertragsverhandler zu dem gestern Abend
erzielten Ergebnis: "Das ist der Weg, den man gehen soll." Gute
Ergebnisse erziele man bei Verhandlungen und nicht auf der Straße.
Damit habe man es in der Tourismusbranche auch geschafft, 1.000 Euro
Mindestlohn auf Kollektivvertragsebene sicher zu stellen. Auch dazu
könne man nur gratulieren. Die Gespräche seien ruhig und konstruktiv
abgewickelt und so die rückwirkende KV-Regelung mit 1. Mai .2003
erreicht worden. ****
Zur aktuellen Situation des österreichischen Tourismus sagte der
Minister, dieser habe sich gegenüber kritischen Entwicklungen wie der
schwierigen weltwirtschaftlichen Lage, dem Irak-Krieg oder SARS
erstaunlich resistent erwiesen. Österreich habe auf die Irak-Krise im
Tourismusbereich sehr schnell mit Maßnahmen zur Erleichterung der
Kurzarbeit in 4- und 5-Stern Hotels reagiert. Dies sei aber in der
Folge nur von insgesamt 62 Mitarbeitern in 15 Unternehmen in Anspruch
genommen worden. "Wir standen Gewehr bei Fuß - glücklicherweise
musste das Angebot Kurzarbeit nur sehr eingeschränkt in Anspruch
genommen werden", so Bartenstein.
Für die Zukunft seien selbstverständlich "neue Herausforderungen"
da. Die EU-Erweiterung bezeichnete der Minister in touristischer
Hinsicht als eine "Mischung aus Opportunity und Threat". Die Nachbarn
Österreichs würden im Tourismusbereich ebenfalls nicht schlafen. So
liege Prag bei den Nächtigungen aus dem Jahr 2001 bereits vor Wien.
Prag und Budapest hätten bei den Zahlen der Hotelbetten Wien bereits
überholt. Beim Kongress-Tourismus liege Wien jedoch deutlich besser
und die Entwicklungszahlen seien zufrieden stellend.
Als besonders positiv wertete es Bartenstein in seiner Funktion
als Arbeitsminister, dass der Tourismus in Österreich weiterhin einen
"Arbeitsplatzmotor" darstelle. Die Tourismuswirtschaft sichere
153.000 Arbeitsplätze, was 5% aller Beschäftigten bedeute. Hier sei
eine Steigerung um 1,8% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. 2002
wurden je 100.000 Euro aus touristischer Auslandsnachfrage zwei
Vollarbeitsplätze gesichert.
Für die Zukunft werde das Tourismusland Österreich weitere
Maßnahmen zur Förderung konkreter Maßnahmen setzen. Das
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit unterstütze daher etwa
Anträge zu grenzüberschreitenden Gemeinschaftsinitiativen der EU. Man
werde die Strukturen weiter entwickeln und helfen, die
Eigenkapitalbasis der Unternehmen zu verbessern. Hier sei die
Entwicklung bei Basel II zufrieden stellend, "die schärfsten
Giftzähne sind im Interesse unseres Mittelstandes gezogen worden. Die
größte steuerliche Entlastung der 2. Republik 2004 und 2005 kommt
natürlich auch den Betrieben zugute.", betonte Bartenstein.
Die Halbierung des Steuersatzes auf nicht entnommene Gewinne
(mindestens aber 20%), sorge dafür, dass mehr Mittel für
Investitionen in den Betrieben bleiben. Gleichzeitig setzte
Österreich auch im Tourismus auf nachhaltiges Wirtschaften sowie auf
Initiativen für behinderte Menschen im Europäischen Jahr der Menschen
mit Behinderung der EU 2003.
(Fortsetzung)
Rückfragehinweis: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (++43-1)
71100-5108
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (++43-1)
71100-2058
mailto:[email protected]
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