Cap: Forderungen der Habsburger "anachronistisch, geschmacklos und unmoralisch"

Wien (SK) In Zeiten, in denen über Pensionskürzungen und weitere Schröpfaktionen diskutiert werde, sei es "anachronistisch, geschmacklos und unmoralisch", dass sich Teile der Familie Habsburg mit Forderungen nach 20.000 Hektar Wald - ein Wert von 200 Millionen Euro - und dem Schloss Laxenburg zu Wort melden, erklärte der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap Freitag in einer Pressekonferenz. "Das einzige, was ich mir als Rückerstattung vorstellen könnte, ist bestenfalls ein Zimmer im Schloss Schönbrunn - ein nicht allzu großes -, wo immer ein Habsburger anwesend sein muss, um den Touristen zuzuwinken. Diese Art der Rückgabe hätte wenigstens einen touristischen Effekt", so Cap. ****

Cap erklärte, dass es interessant wäre, einmal nachzuforschen, wie Herrscher überhaupt zu ihrem Privatvermögen gekommen sind. In entsprechender Literatur werde immer wieder die Frage gestellt, ob dieses nicht erraubt, ergaunert und erpresst worden ist und im Zuge der Machtposition dann legalisiert wurde.

In Zusammenhang mit dem Schlagwort "Kaisertum Europa" hielt der gf. SPÖ-Klubobmann fest, dass Europa zu warnen sei, es handle sich bei den Habsburgern um das "erfolgloseste Herrscherhaus" überhaupt. "Eigentlich sollten die Habsburger immer noch an den Folgekosten des Ersten Weltkrieges zu zahlen haben." Abschließend hielt Cap fest, dass es sich bei den Habsburgern um eine sehr große Familie handle, und es auch einige gebe, mit denen man reden könne; aber jene, die diese Initiative starteten, seien "anachronistisch, geschmacklos und unmoralisch". (Schluss) cs

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