Grüne: Lungenerkrankungen kommen von Ozon und Dieselruß - Stadt Wien muss endlich handeln

Anlässlich des heute im Wiener Rathaus stattfindenden Allergie- und Asthmatags fordern Grünen die Eindämmung des Autoverkehrs.

Wien (Grüne) - "Die extrem hohen Ozonbelastungen in den letzten Tagen haben einmal mehr gezeigt, dass wir auch in Wien, vor allem im Sommer, ein massives Problem mit schlechter Luftqualität haben", stellt Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen, anlässlich des heutige im Rathaus stattfinden Allergie- und Asthmatage fest. Der in Österreich bisher noch nicht gültige EU-Grenzwert zur Auslösung der Ozon-Vorwarnstufe wurde in den letzten Tagen vielfach überschritten.

Angesichts der in den letzten Jahren massiv gestiegenen Allergie-und Asthmafälle ist vor allem relevant, dass neueste medizinische und epidemiologische Studien zeigen, dass Pollenallergien und Asthmaerkrankungen ursächlich von Ozon verursacht werden können. Bei bereits Erkrankten kommt es bei hohen Ozonbelastungen, wie sie z. B. in den letzten Tagen aufgetreten sind, zu vermehrten Asthma-Anfällen. Besonders bedenklich ist auch, dass sportliche Betätigung für Asthmakranke zwar besonders positive Wirkungen zeigen würde, aber Sport im Freien für diese Personengruppe an schönen Frühlings- und Sommertagen gar nicht mehr empfohlen werden kann.

Eine weitere Ursache für den Anstieg an allergischen Erkrankungen in den industrialisierten Ländern sind Dieselruß und Feinstaub. Besonders die an den Teilchen angelagerten Schadstoffe werden für eine Verstärkung von entzündlichen Reaktionen in der Lunge verantwortlich gemacht. Einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge sind Rußpartikel in Österreich pro Jahr für mehr als 2.400 Todesfälle, 4350 Krankenhausaufenthalte, 2.663 Fälle chronischer Bronchitis und 58.474 Asthmaanfälle verantwortlich.

Eine wahre Katastrophe ist, dass alle diese bekannten Tatsachen von der Wiener-Stadtregierung ignoriert werden. Anstatt den Autoverkehr, der der Hauptverursacher von Ozonbelastung und Luftverschmutzung mit Feinstaub ist, einzudämmen, wird dieser durch den Bau weiterer Hochleistungsstraßen, wie z.B. der Lobauautobahn, forciert. Denn wirkungsvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Luftsituation wären auch auf kommunaler Ebene möglich, z.B. durch die Förderung des öffentlichen Verkehrs oder durch den forcierten Einsatz von Biogas als Treibstoff beim Städtischen Fuhrpark.

"Einmal mehr zeigt sich, dass das Gerede von der ‚Umweltmusterstadt Wien' ein reiner PR-Gag ist. Statt effektiven Umwelt- und Gesundheitsschutz durch sinnvolle Planung und innovative Technologien umzusetzen, ist das ‚Autobahn betonieren' das vorrangigste Ziel der SPÖ-Stadtregierung, so Maresch abschließend".

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