• 08.05.2003, 12:35:15
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SPÖ-Woller ad Kürzungen bei Festwochen: "Bund will Wiener Kultur gezielt aushungern!"

Marboe und Finz sollen ihre Verantwortung für Wien wahrnehmen

Wien (SPW-K) - "Die Kürzungen des Bundes beim Budget für die
Wiener Festwochen stehen symptomatisch für die Kürzungspolitik der
FPÖVP-Bundesregierung, mit der versucht wird, Einrichtungen der Stadt
finanziell auszuhungern", zeigte sich heute der Kultursprecher der
Wiener SPÖ, Gemeinderat Ernst Woller, mit den Vertretern der Wiener
Festwochen solidarisch, die heute mit Empörung auf die Einstellung
der Bundes-Subventionen für die Festwochen reagiert hatten. "Zu Recht
hält der Intendant Luc Bondy diesen Akt für politische Willkür!" ****

So habe die Reduzierung der Bundeskulturförderung in Wien um mehr
als 15 Mio. Euro in den letzten Jahren viele Institutionen der
Bundeshauptstadt bereits an den Rand der Existenz gebracht, so Woller
weiter. "Bezeichnend ist, dass im selben Budget, in dem die
Bundesregierung die geplanten Ausgaben für die Abfangjäger
veranschlagt, die Förderungen für Wiener Kultureinrichtungen erneut
gekürzt werden."

Die Streichung der Subvention für die Wiener Festwochen sei ein
Höhepunkt der wienfeindlichen Politik der Bundesregierung: "Sind doch
die Festwochen unbestritten einer der bedeutendsten kulturellen
Botschafter der Kulturhauptstadt Wien", so der Kultursprecher. Die
Kürzung schade deshalb nicht nur der Stadt, sondern auch dem
internationalen Ansehen der Kulturnation Österreich.

Die jahrzehntelange Tradition der Zusammenarbeit zwischen Bund und
Stadt zum Wohl und Ansehen der österreichischen Hauptstadt werde
zunehmend deutlich gebrochen. "Ich fordere VP-Stadtrat Peter Marboe,
der sich während seiner Amtszeit als Wiener Kulturstadtrat immer für
eine Entpolitisierung der Kunstszene stark gemacht hat, auf, sich
jetzt bei seinen Parteifreunden dafür einzusetzen, dass die Wiener
Kultur nicht aus politischen Gründen ausgehungert wird. Nicht zuletzt
ist aber auch der Wiener ÖVP- Obmann Finz in seiner Funktion als
Finanzstaatssekretär für diese Kürzungen mitverantwortlich: Es stellt
sich die Frage, wie diese wienfeindliche Politik mit seiner Funktion
als Wiener ÖVP-Obmann und mit seinem Anspruch, ein ‚begeisterter
Wiener‘ zu sein, vereinbar ist", schloss Woller. (Schluss)

OTS0135    2003-05-08/12:35

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