• 08.05.2003, 10:28:47
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RAUCH-KALLAT: JEDER PATIENT SOLL DIE MEDIZINISCHE VERSORGUNG ERHALTEN, DIE ER FÜR SEINE GESUNDHEIT BRAUCHT

Gesundheitsministerin sieht fünf Säulen der Gesundheitsbewegung in
Österreich

Wien, 8. Mai 2003 (ÖVP-PK) Gesundheitsreform statt Krankensteuer -
dazu stehen wir. Es geht uns darum, mit einer Gesundheitsreform das
qualitativ hochwertige System mit niederschwelligem sozialen Zugang
unabhängig von Alter, Einkommen oder Wohnort aufrecht zu erhalten.
Daran ist nicht zu rütteln. Das erklärte Gesundheitsministerin Maria
Rauch-Kallat heute, Donnerstag, in der Aktuellen Stunde des
Nationalrats und richtete an den Grünen Gesundheitssprecher Dr. Kurt
Grünewald den Appell, den Menschen nicht ständig Angst zu machen, wie
das derzeit in Salzburg geschieht. ****

"Wir wissen aber, dass dieses System zwei Herausforderungen zu
bewältigen hat: Der medizinische Fortschritt, der vieles möglich
macht, was an Leistungen vor 15 Jahren noch undenkbar war, kostet
viel Geld. Und die demographische Entwicklung ermöglicht es vielen,
bis ins hohe Alter aktiv zu leben, erfordert aber hohen Pflegebedarf
in den letzten Lebensjahren. Wir möchten in Österreich keine
‚englischen Verhältnisse‘, wir möchten, dass jeder Patient auch in
Hinkunft die medizinische Versorgung erhält, die er für seine
Gesundheit braucht", betonte Rauch-Kallat.

"Um diese Herausforderungen zu bewältigen, gibt es verschiedene
Möglichkeiten: eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge würde
dazu führen, dass die Struktureffekte und Verwaltungsaufwände nicht
geringer werden. Zweite Möglichkeit: Selbstbehalte. In Österreich
gibt es jetzt schon eine Fülle von Selbstbehalten, die in den letzten
30 Jahren von SPÖ-Gesundheitsministern eingeführt wurden. Dieser
Wildwuchs an unterschiedlichen Formen des Selbstbehaltes ist schwer
zu durchschauen. Die Bundesregierung hat sich daher vorgenommen,
diesen Wildwuchs überschaubar zu machen und zu vereinheitlichen.
Daraus entstand die Idee eines Selbstbehaltes beim Arztbesuch für
ASVG-Versicherte, gedeckelt für chronisch Kranke und Familien mit
mehreren Kindern, damit die Krankenscheingebühr durch ein
vereinheitlichtes System abgelöst werden kann", erläuterte die
Ministerin.

Vorgesehen ist, dass der Hauptverband gemeinsam mit den
Sozialversicherungsträgern ein Modell erarbeiten soll, das sozial
gestaltet und gedeckelt ist. "Die Kritik, warum das der Hauptverband
tun soll, ist unberechtigt: denn nur dadurch ist garantiert, dass
nicht in jedem Bundesland eine eigene Regelung, sondern eine
bundesweit einheitliche Regelung gefunden wird", so Rauch-Kallat.
"Ich bitte alle, nicht jetzt schon zu versuchen, die Patienten zu
verunsichern oder Angstmacherei zu betreiben. Wir werden
sicherstellen, dass auch in Zukunft die Österreicherinnen und
Österreicher fairen Zugang zu den medizinischen Leistungen haben."

GESUNDHEITSSERVICEZENTREN STATT KRANKENVERSICHERUNG

Kurz präsentierte Rauch-Kallat in der Aktuellen Stunde auch die
Ziele der geplanten Gesundheitsreform: "Wir haben uns vorgenommen,
aus der Krankenversicherung Gesundheitsservicezentren zu machen. Wir
wollen den Schwerpunkt unserer Arbeit daher - neben der Sanierung des
Krankenversicherungssystems - vor allem in der Vorsorge setzen, damit
die Österreicherinnen und Österreicher möglichst erst gar nicht krank
werden. Wir möchten, dass jedem Menschen in Österreich bewusst wird,
dass seine Gesundheit das höchste Gut und nicht selbstverständlich
ist, sondern dass man dafür auch etwas tun muss. Daher wollen wir das
Gesundheitsbewusstsein der Österreicher heben und sicherstellen, dass
sie um die Notwendigkeit ihrer Vorsorge wissen." Diese Vorsorge sieht
Rauch-Kallat in fünf wichtigen Säulen:

- gesünder essen,
- mehr Bewegung,
- Entspannung und bessere Stressbewältigung, vor allem am
Arbeitsplatz,
- bessere Verankerung von Unfallverhütung in Freizeit und Haushalt,
- Implementierung der medizinische Vorsorge so, dass möglichst wenige
Menschen an den sogenannten Volkskrankheiten sterben müssen.

"Ich bitte Sie, diese nationale Bewegung der nächsten drei Jahre
bei allen Altersgruppen zu unterstützen. Wir müssen gemeinsam etwas
tun, dass die Österreicherinnen und Österreicher gesund bleiben",
schloss Rauch-Kallat.
(Schluss)

OTS0055    2003-05-08/10:28

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