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Der einsame Kämpfer für die Menschlichkeit: Henry Dunant, Gründer der Rotkreuz-Bewegung, vor 175 Jahren geboren
"To improve the situation/lives of the most vulnerable with the
power of humanity"
Mission Statement der internationalen Rotkreuz-Bewegung
Ausgehend von seinem "Mutterland” Schweiz hat das Rote Kreuz sein
Netzwerk auf die ganze Welt ausgedehnt. In 179 Ländern der Erde –
von Afghanistan bis Zimbabwe – arbeiten Rotkreuz- und
Rothalbmondgesellschaften
(http://www.ifrc.org/ADDRESS/directory.asp).
Unter dem Eindruck der Schlacht von Solferino 1859, bei der Dunant
Augenzeuge der Hilflosigkeit von Rettern und Sanitätern wurde,
entwickelte er eine Idee. "Gibt es während der Zeit der Ruhe und des
Friedens kein Mittel, um Hilfsorganisationen zu gründen, deren Ziel
es sein müsste, die Verwundeten in Kriegszeiten durch (&)
Freiwillige (&) pflegen zu lassen?" 1863 nahm Dunants Vision
institutionelle Gestalt an – mit dem "Internationalen Komitee für
Verwundetenhilfe" entstand die mittlerweile größte humanitäre
Organisation der Welt. Als Referenz an die Schweiz verwendete Dunant
das Rote Kreuz auf weißem Grund als Zeichen des Komitees.
Im Rahmen einer vom Komitee vorbereiteten internationalen
diplomatischen Konferenz entstand 1864 das erste Genfer Abkommen
"zur Verbesserung des Schicksals der verwundeten Soldaten der Armeen
im Felde". Dieser internationale Vertrag war die Grundlage für die
heute weltweit gültigen vier Genfer Abkommen und zweier
Zusatzprotokolle, die von den meisten Staaten dieser Welt
ratifiziert wurden. Dort verpflichten sich die Staaten zum Beispiel
auch, das Rotkreuz-Zeichen vor missbräuchlicher Verwendung zu
schützen. In Österreich wird das durch ein eigenes Bundesgesetz
geregelt.
Heute ist das Rote Kreuz in Kriegen und Konflikten der Hüter des
humanitären Völkerrechts. Die Rotkreuz-Bewegung hilft weltweit aber
auch bei Naturkatastrophen und in Entwicklungsländern und ist in
vielen Ländern auch im Blutspendewesen und Gesundheitsdienst tätig.
In Solferino, wo alles begann, erinnert ein verwittertes Denkmal an
die grausame Schlacht. Das Mahnmal wird im heurigen Herbst vom
Österreichischen Roten Kreuz renoviert.
Am 8. Mai feiert das Rote Kreuz am Geburtstag seines Gründers Henry
Dunant, der an diesem Tag im Jahr 1828 in Genf geboren wurde, den
"Weltrotkreuz-Tag".
Wäre nicht Georg Baumberger gewesen, Chefredakteur der Zeitung "Die
Ostschweiz" in St. Gallen, so würde sich die Welt wohl nicht an Jean
Henry Dunant als Rotkreuz-Gründer erinnern. Baumberger verfasste
1895 einen Artikel über den Rotkreuz-Gründer, den er in Heiden am
Bodensee im Kanton Appenzell "wieder"-entdeckte. Dort lebte der nach
einem Konkurs seiner Algerischen Windmühlengeschäfte total verarmte
Dunant in einem Hospiz. Durch die weitere Publikation des Artikels
wurde das Schicksal und die Leistungen von Dunant so bekannt, dass
dieser 1901 dann den ersten Friedensnobelpreis erhielt. Henry Dunant
starb im Alter von 82 Jahren am 30. Oktober 1910.
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