Ferrero-Waldner heute zu einem eintägigen Besuch in Kroatien

Europäische Perspektiven und Regionale Partnerschaft

Agram (OTS) - "Ich begrüße und unterstütze den Wunsch Kroatiens, Mitglied der Europäischen Union zu werden. Gleichzeitig wird der Weg Kroatiens in Richtung EU maßgeblich von seinen eigenen Leistungen abhängen", so Außenministerin Benita Ferrero-Waldner nach einem Gespräch mit dem kroatischen Staatspräsident Stipe Mesic. Kroatien hat am 21. Februar 2003 den Antrag auf Mitgliedschaft in der EU gestellt. Inzwischen ist auch der Auftrag des Rates an die Kommission ergangen ist, den Avis zu erstellen, auf dessen Grundlage dann über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen entschieden werden kann.

Neben Fragen zum EU-Beitrittsantrag erörterte Ferrero-Waldner mit Präsident Mesic seine Idee, gemeinsam mit Bosnien und Herzegowina sowie mit Serbien und Montenegro eine Lösung des Flüchtlingsproblems zu finden. Darin sieht Ferrero-Waldner einen wichtigen Beitrag einer weiteren Stabilisierung der gesamten Region.

Im Rahmen des eintägigen Besuchs der Außenministerin in Kroatien traf Ferrero-Waldner auch mit ihrem Amtskollegen Tonino Picula zusammen. Zentrale Themen der Gespräche der Außenminister war u.a. die Regionale Partnerschaft. "Wir wollen mit unseren Nachbarn die der Union beitreten werden, also auch mit Kroatien, sowohl in der Vorbeitrittsphase als auch, und dies ist vielleicht von noch größerer Bedeutung, nach vollzogenem Beitritt auf der Basis gemeinsamer Interessen und eines gewissen `Verwandtschaftsverhältnisses` unter Mitteleuropäern noch enger zusammenarbeiten. Mit dieser Partnerschaft sei ein Forum geschaffen worden, das dieser Zusammenarbeit einen flexiblen aber wirksamen Rahmen geben werde", so die Außenministerin.

Darüber hinaus wurden von den beiden Außenministern die strategischen Interessen an der Verwirklichung der Verbindung Prag-Linz-Graz-Marburg-Zagreb-Südosteuropa auf Schiene und Straße erörtert. Beide Seiten stimmten darin überein, entsprechende Schritte zu unternehmen, um die Europäische Union und die Länder Süd- und Südosteuropas von der Bedeutung dieses Vorhabens zu überzeugen.

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