• 30.04.2003, 12:06:46
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GLASER: PLÄNE ZUR EU-AGRARREFORM MÜSSEN GEMILDERT WERDEN

Direktzahlungen an Betriebe sollten grundsätzlich an
landwirtschaftliche Produktion gekoppelt bleiben

Wien, 30. April 2003 (ÖVP-PK) Der derzeit vorliegende Entwurf zur
Reform der EU-Agrarpolitik wird in vielen Punkten sicher noch
abgeändert. Davon zeigte sich ÖVP-Abg. Franz Glaser heute, Mittwoch,
überzeugt. Vor allem die von der EU-Kommission vorgeschlagene
Entkoppelung der Direktzahlungen von der bäuerlichen Produktion würde
gravierende Nachteile für die heimische Landwirtschaft bringen,
fürchtet Glaser.****

Der derzeit diskutierte Vorschlag von EU-Kommissar Franz Fischler
sei bereits moderater gegenüber dem ursprünglichen Konzept. Glaser
steht aber weiterhin zu seiner Hauptforderung: "Direktzahlungen an
die Betriebe müssen zu einem gewissen Grad an die landwirtschaftliche
Erzeugung gekoppelt bleiben. Kern des Systems der Direktzahlungen
sollte die Produktion bleiben und nicht die Nicht-Produktion." Vor
allem auf weniger begünstigte Agrarregionen würde sich eine völlige
Abkehr vom bisherigen System nachteilig auswirken. "Die
Landwirtschaft in Ungunstlagen würde weniger Wertschöpfung erzielen,
und damit würden Arbeitsplätze im ländlichen Raum verloren gehen",
sagte Glaser.

Positiv bewertet er die bereits vereinbarte Verlängerung des
EU-Milchquotensystems bis zum Jahr 2015. Weniger kann Glaser dafür
der geplanten Richtpreissenkung für Milch abgewinnen, die in fünf
Stufen insgesamt einen Umfang von 28 Prozent erreichen soll. "Damit
werden vor allem kleinere Milch erzeugende Betriebe in extreme
Schwierigkeiten kommen", so Glaser.

EU-Erweiterung: Gute Marktchancen für heimische
Qualitäts-Milchprodukte

Die EU-Erweiterung ab 2004 werde für den heimischen Milchmarkt
neue Rahmenbedingungen bringen. "Auf billige Standarderzeugnisse
kommt ein härterer Konkurrenzkampf zu. Dagegen steigen für
hochwertige Milchprodukte die Marktchancen", zitierte Glaser aktuelle
Prognosen. So werden in Ungarn pro Kopf jährlich erst 216 kg Milch
konsumiert, in der EU sind es 326 kg.

"Damit hat die Südburgenland-Molkerei neue Chancen, ihre
Qualitätsschiene weiter auszubauen. Die Strategie, heimische
Rohprodukte gekonnt zu veredeln und sich mit regionalen Marken auf
dem Markt zu behaupten, verspricht auch nach der EU-Erweiterung
weiterhin Erfolg", so Glaser.
(Schluss)

Rückfragehinweis: Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.parlament.gv.at/v-klub/default.htm

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