Kronberger: Richtungsweisende Energieabstimmung im EU-Parlament

Ja zu nachhaltiger Energiesicherheit für Europa

Wien, 2003-04-30 (fpd) - Heute Vormittag wurden im Umweltausschuß des Europäischen Parlaments mit überwältigender Mehrheit zwei Stellungnahmen zur Energieversorgungssicherheit der EU angenommen. FPÖ-EU-Abgeordneter und Energieexperte Dr. Hans Kronberger, Verfasser beider Stellungnahmen, sieht das Abstimmungsergebnis als wichtigen Beitrag in Richtung nachhaltige Energiezukunft. ****

Sowohl die Stellungnahme über Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Erdgasversorgung als auch jene zur Sicherung der Versorgung mit Erdölzeugnissen enthält gewichtige Änderungen gegenüber dem Vorschlag der Europäischen Kommission. "Wichtig war es mir, im Zeichen der Nachhaltigkeit die Basis für eine sichere, ökologische und soziale Energieversorgung zu schaffen", so Kronberger. Gerade angesichts der jüngsten Ereignisse im Irak, die zu massiven Unsicherheiten am Energiemarkt geführt hätten, sei dies dringend notwendig.

So weist der Abgeordnete die Erwartung der Kommission zurück, daß eine Forcierung der Erdgasimporte mittel- und langfristig das europäische Energieproblem lösen könnte: "Die Abhängigkeit Europas von Erdgasimporten dürfte im Jahr 2020 bei 75% liegen. Damit verschärft sich auch das Versorgungsrisiko. Ich halte es daher auch nicht für sinnvoll, die Mitgliedsstaaten zum Abschluß von Gaslieferungen aus Nicht-EU-Ländern zu verpflichten, wie dies die Kommission vorschlägt." Stattdessen fordert Kronberger eine Diversifizierung der Gasversorgungsquellen durch die Nutzung von Biogas.

Mit den vom Umweltausschuß angenommenen Änderungsanträgen des Abgeordneten verlagert sich der Schwerpunkt des Kommissionsvorschlags von der einseitigen Forcierung der Erdgasversorgung auf eine unabhängige, dezentrale und Arbeitsplätze schaffende Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energiequellen und die Verstärkung der Energieeffizienzmaßnahmen.

Auch der Antrag auf Verwendung treibstoffeffizienter Motoren und den Umstieg auf alternative Treibstoff- und Antriebstechnologien wie Biotreibstoffe im Verkehrsbereich sowie die Forderung nach strukturellen Anpassungen in Sektoren mit hohem Energieverbrauch fand die Zustimmung der Abgeordneten.

Kronberger: "Für die drohenden Versorgungsprobleme gibt es langfristig nur eine Lösung: den Ausbau erneuerbarer Energiequellen in Verbindung mit Energieeffizienzmaßnahmen." (Schluß)

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