- 30.04.2003, 10:46:33
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Schaunig: Frauen bleiben Opfer des Pensionsraubs
Schönheitskosmetik ändert nichts am generellen Raub
Klagenfurt (SP-KTN) - Als größten Pensionsraub in der Geschichte
der Zweiten Republik und schallende Ohrfeige für die Frauenpolitik in
Österreich bezeichnete Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut am
Mittwoch den Ministerratsbeschluss zum Pensionskürzungsmodell. "Die
Schönheitskosmetik hat am generellen Raub nichts geändert, Frauen
zählen nach wie vor zu den größten Opfern dieser
Geldbeschaffungsaktion", kritisierte Schaunig. Die Pensionskürzung
werde ohne Einbindung der Sozialpartner durchgepeitscht, an den
Grundzügen eines ungerechten und unsozialen Pensionsraubs, hätten
jene Nachbesserungen, die zur Beruhigung der Volksseele vollzogen
worden sind wenig geändert, stellte die Soziallandesrätin fest.
Verluste bis zu 30 Prozent und mehr sind vor allem bei Frauen
weiterhin traurige Realität. "Es sind nur jene Grauslichkeiten
abgeschwächt worden, die die Regierung - vermutlich zur Profilierung
ihrer Parteien - vorsorglich eingebaut hat. Die Bevölkerung lässt
sich von Haiders Haupt und Schüssels Bartenstein nicht für dumm
verkaufen", sagte Schaunig.
Die Absenkung des Steigerungsbetrages von 2,0 auf 1,78 Prozent
erfolgt nicht wie ursprünglich geplant in einem Schritt 2004 sondern
in drei Etappen bis 2006. Die finanziellen Auswirkungen schlagen dann
weiterhin mit voller Härte zu. "Das ist wie Grauslichkeiten auf
Raten", kritisierte Schaunig und ergänzte: "Pensionen, die im Entwurf
bis 30. 6. 2004 geschützt waren, werden nun von den sofortigen
Pensionskürzungen voll getroffen".
Scharfe Kritik übte Schaunig an Landeshauptmann Haider. Dieser habe
großmündigen Protest angekündigt und den Pensionsraub jetzt
stillschweigend akzeptiert. "Haider hat sich offensichtlich
arrangiert, um die ÖVP- Unterstützung für ihn als Landeshauptmann
nicht zu gefährden", kritisierte Schaunig und war Haider in der
Pensionsfrage einen Zickzack-Kurs und permanente Wählertäuschung vor.
(Schluss)
Rückfragehinweis: SPÖ-Kärnten
Mario Wilplinger
Pressereferent
Tel.: 0463- 577 88 76
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