- 29.04.2003, 11:20:38
- /
- OTS0109 OTW0109
Kuntzl: Pensionsreform macht Lebensplanung unmöglich
Wien (SK) "Höchste Vorsicht" sei geboten, wenn die
Bundesregierung Schwerpunktsetzungen in der Familienpolitik
ankündigt, erklärte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Dienstag
anlässlich einer aktuellen Stunde im Nationalrat. Familienpolitik
bestehe aus mehr als der Einführung des Kindergeldes. Vor allem durch
die Pensionsreform würden Frauen bestraft, die viel Zeit für die
Kinderbetreuung aufbringen. Den Menschen in Österreich sei es
aufgrund der Maßnahmen der schwarz-blauen Bundesregierung nicht mehr
möglich, eine vernünftige Lebensplanung durchzuführen. "Sie werfen
von heute auf morgen wesentliche Grundlagen der Lebensplanung der
Leute über den Haufen", warf Kuntzl den Regierungsparteien vor. Sie
appellierte daher an die zuständigen MinsterInnen, sich "die
wirkliche Lebenssituation der ÖsterreicherInnen vor Augen zu halten,
bevor sie neue Beschlüsse fassen." ****
"Die BezieherInnen von Durchschnittspensionen werden rund 20
bis 30 Prozent ihrer Pensionen verlieren", erklärte Kuntzl die
Expertenberechnungen. Die SPÖ-Abgeordnete stellte daher die Frage,
wie diese Menschen in Zukunft ihren Alltag bestreiten sollen.
Schließlich würden die Mieten für Wohnungen weiterhin ungehindert
steigen, um "gar nicht von den geplanten 20-prozentigen
Selbstbehalten bei Arztbesuchen zu reden". Durch diese Selbstbehalte
würden verständlicherweise hauptsächlich ältere Menschen, denen nun
auch noch die Pension gekürzt werden soll, leiden, so Kuntzl.
Blanker Zynismus sei die Empfehlung der Frauenministerin
Rauch-Kallat, Frauen sollten sich doch wohlhabende Männer suchen, die
für sie in eine private Pensionsvorsorge einzahlen. Denn, "wie viele
Frauen haben wohlhabende Männer", fragt die SPÖ-Familiensprecherin in
Richtung Regierungsbank. (Schluss) dp
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK






