• 29.04.2003, 10:46:24
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AKS: Gehrer gibt die falschen Antworten

Bundesweite Aktionen der AKS

Wien (SK) Die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) präsentiert
Dienstag unter dem Motto "55 Wochenstunden sind zuviel" die
gleichnamige Kampagne sowie ein Paket zur SchülerInnenentlastung.
"Die Stundenkürzungen haben für SchülerInnen mehr negative als
positive Auswirkungen" resümiert Vorarlbergs
BundesschülerInnenvertreter Florian Steininger. Der
BundesschülerInnenvertreter gehört der AKS an und zählt eine Reihe
von Verschlechterungen auf: "Wahlpflichtfächer werden gestrichen,
bestehende Maturapläne vieler SchülerInnen im Fach Informatik werden
umgekippt und der Freiraum für innovativen Unterricht wird
beschränkt". ****

"Das Ministerium gibt mit den Stundenkürzungen die falsche Antwort
auf die Frage nach einer SchülerInnenentlastung", ist sich Niki
Kowall, Bundesvorsitzender der AKS, sicher. Kowall ist überzeugt,
dass sich die Stundenreduktion auf ein Einsparungsmotiv zurückführen
lässt. "Die Ministerin hat vor einem Jahr mit keiner Wimper gezuckt,
als von Seiten der Tageszeitung 'Der Standard' und der AKS eine
Arbeitsentlastung für SchülerInnen gefordert wurde", so der
SchülerInnenvertreter.

"Die wesentliche Frage ist 'Wie können SchülerInnen entlastet
werden', und nicht 'Wie kann eine Stundenkürzung aussehen'", so der
SchülerInnenvertreter. Eine Stundenkürzung ist für den
SchülerInnenvertreter nicht automatisch eine SchülerInnenentlastung.
"Wir wollen die Belastung der SchülerInnen in den Mittelpunkt der
öffentlichen Diskussion stellen", so Kowall.

Für eine Entlastungsreform schlägt die AKS ein Maßnamenpaket vor.
"Die Schule muss den SchülerInnen den Stoff so vermitteln, dass
dieser mit Interesse aufgenommen wird." Eine dafür notwendige
Pädagogikoffensive hält Kowall für das zentrale Mittel zur
Entlastung. "Was den SchülerInnen in der Schule vernünftig
beigebracht wird, braucht zu Hause nicht mehr erlernt werden. Derzeit
stopfen die SchülerInnen vor einer Prüfung den Stoff ins
Kurzzeitgedächtnis", weiß Kowall aus eigener Erfahrung zu berichten.
Konkret fordert der SchülerInnenvertreter Lernteams statt
Frontalunterricht, selbständiges und projektorientiertes Arbeiten,
sowie eine Auflösung der strikten Zersplitterung in Fächer, Stunden,
Stoffgebiete und Stundenpläne.

Eine umfassende Entlastung fordern auch SchülerInnen von Wien bis
Vorarlberg. Mit Aktionismus, SchülerInnenversammlungen und zwei
Demonstrationen in Wien und Feldkirch versucht die AKS, bundesweit
auf die Anliegen der SchülerInnen in dieser Diskussion aufmerksam zu
machen. (Schluss) cs/mp

Rückfragehinweis: Niki Kowall (0699) 11 40 81 42, Florian Steininger:
(0699) 11 73 94 26

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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