- 28.04.2003, 11:46:17
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ÖBB-Tauernbahn: Durchschlag beim Birgltunnel
Neue Streckenführung entspricht höchsten Sicherheitsstandards
Salzburg (ÖBB) - "Der Durchschlag des 936 Meter langen Birgltunnel
ist ein weiterer Meilenstein für die durchgängige Zweigleisigkeit der
Tauernbahn. Beim Birgltunnel kommen die aktuellsten
Sichherheitsstandards für neugebaute Tunnels zur Anwendung", freut
sich ÖBB-Planungschef Thomas Türinger gemeinsam mit dem Salzburger
Verkehrslandesrat Walter Blachfellner bei der Durchschlagfeier
Birgeltunnel. Der 936 Meter lange Tunnel ist Teil des Projektes
Zweigleisiger Ausbau der Tauernbahn. Derzeit sind rund 90 % der
insgesamt 208 Kilometer langen Tauernachse zwischen Salzburg und
Rosenbach zweigleisig ausgebaut. Mit Fertigstellung des
Bauabschnittes Brandstatt - Loifarn kommen weitere fünf Kilometer an
zweigleisiger Strecke hinzu.****
ÖBB setzen gemeinsam erarbeitetes Tunnelsicherheitskonzept um
Sicherheit hat höchste Priorität. Beim Bau des Birgltunnel kommt das
neue Tunnelsicherheitskonzept, welches die ÖBB gemeinsam mit den
Behörden und den Feuerwehren erarbeitet haben, zur Anwendung. An
beiden Tunnelwänden werden Löschwasserleitungen mit Hydranten im
Abstand von 100 Metern installiert. Beleuchtung, breit angelegte
Randwege und durchgehende Handläufe gehören ebenso zur Ausstattung
wie Rettungsplätze vor beiden Tunnelportalen. In der Mitte des
Tunnels wird ein Rettungsstollen quer zur Trasse gebaut. Im Notfall
kann durch den Rettungsstollen eine sichere Flucht auf die alte
Bahntrasse erfolgen.
Tauernbahn ist Hauptachse für Alpentransit
"Der erfolgreiche Abschluss des Gesamtprojektes zweigleisiger Ausbau
der Tauernachse ist eine wichtige Investition für die nachhaltige,
umweltfreundliche Mobilität", so der Leiter der ÖBB Planung &
Engineering. Die Tauernbahn ist neben der Brennerstrecke die
wichtigste alpenquerende Achse für den umweltfreudlichen Alpentransit
auf der Schiene. Alleine auf der Rollenden Landstraße werden jährlich
rund 97.000 Lkw mit der Bahn über die Tauern gebracht. Die
Tauernachse wurde 1989 von der Bundesregierung zur
Hochleistungsstrecke erklärt. Im Beitrittsvertrag Österreichs zur EU
wurde sie als eine Hauptachse des Alpentransits festgelegt.
"Auf den eingleisigen Streckenabschnitten fahren wir betreffend
Betriebsqualität und Pünktlichkeit bereits an der Kapazitätsgrenze",
erklärt der ÖBB-Planungschef Thomas Türinger die Notwendigkeit des
zweigleisigen Ausbaus. Allein das fünf Kilometer lange Teilstückes
Brandstatt - Loifarn bringt eine Kapazitätssteigerung von etwa 30
zusätzlichen Zügen pro Tag.
Zahlen und Fakten: - Bauabschnitt Brandstatt - Loifarn
- Projektkosten: 66 Mio. Euro
- Bauzeit: 2000 - 2005
- Abschnittlänge: 5 Kilometer
- 2 neue Tunnel
* Birgltunnel (936 Meter)
* Kenlachtunnel (302 Meter)
- 5 neue Eisenbahnbrücken
- 5 Bahnunterführungen
- Umbau Bahnhof Loifarn
- Erneuerung der Signal- und Sicherungstechnik
- Erhöhung der Streckenhöchstgeschwindigkeit von
70 km/h auf 110 km/h
- Steigerung der Streckenkapazität und
der Pünktlichkeit
Rückfragehinweis: Rückfragehinweis:
ÖBB Kommunikation Salzburg
Mag. Johannes Gfrerer
Telefon ++43(0)662 93000 5210
Telefax ++43(0)662 93000 5219
E-Mail: [email protected]
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