- 23.04.2003, 11:57:26
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Chorherr: Viennabike brachte signifikanten Anstieg im Radverkehr
Weitere Nutzung der Terminals wichtig für Wiens RadlerInnen.
Wien (Grüne) - Auch wenn es die freiheitliche Fraktion in ihrer
Dringlichen Anfrage nicht wahrhaben will: Das Projekt Viennabike hat
viel bewegt in Wien. Die steigenden Zahlen, die im vergangenen Jahr
in Wien zu verzeichnen waren, sind u. A. auf das Gratisradprojekt
zurück zu führen. Gerade die von Viennabikes stark frequentierten
Ringradwege haben zu signifikanten Steigerungen geführt. So wurden z.
B. an der Kreuzung Opernring/Operngasse, wo binnen 24 Stunden 8500
Radler gezählt werden (+55 % gegenüber 1999) in den Spitzenstunden
777 RadfahrerInnen registriert. Am Opernring hat das Fahrrad bereits
einen Anteil am Individualverkehr von 17,3%.
Auf Unverständnis stößt bei Chorherr die Kritik der FP an der
Subvention für Viennabike. "Ich wundere mich darüber, dass gerade die
Freiheitlichen nicht mehr wissen, wie es zur Subvention für den
Verein Viennabike kam, denn die FPÖ Fraktion hat im vergangenen Jahr
dem Subventionsansuchen im Gemeinderat zugestimmt. Insofern müsste
der FP auch das Budget des Projekts bekannt sein".
Nicht Viennabike war ein Flop, sondern die Beendigung der Kooperation
durch die Stadt Wien. Wir hätten es begrüßt, wenn man dem Verein auch
für 2003 eine Chance gegeben hätte. Nachdem der Rückzug der
Projektbetreiber fordert Chorherr nun eine faire Lösung der immer
noch ungeklärten Fragen.
Wichtig ist den GRÜNEN vor allem die weitere Nutzung der
Viennabike-Terminals als einfache Radabstellanlagen. Wien leidet
ohnehin unter einem Mangel an Fahrradständern. Anstatt jetzt alle
Viennabike-Terminals abzubauen, um dann eventuell neue wieder zu
installieren, wäre eine adaptierte Nutzung der meisten Terminals als
normale Radabstellanlage sinnvoll. Die Kosten einer Demontage aller
Viennabike Terminals werden auf 35.000 EUR geschätzt.
Die Erweiterung der Abstellanlagen ist Teil des Radverkehrskonzepts
der Stadt Wien ("Radverkehr 2000"). Laut diesem Konzept werden die
Kosten für weitere Abstellanlagen für die nächsten Jahre auf rund
360.000 EURO geschätzt. Die Übernahme vieler Viennabike Terminals
wäre eine vergleichsweise kosteneffiziente Lösung in den betroffenen
Bezirken. Zudem sind die Standorte kommissioniert worden, sodass man
sich die aufwendigen Verfahren vor einer neuerlichen Errichtung
ersparen könnte.
Rückfragehinweis: Pressereferat
Grüner Klub im Rathaus
Tel.: 01/4000-81814
http://wien.gruene.at
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